
Südkorea hat einen weiteren Schritt unternommen, um die zwischenmenschlichen Verbindungen zu China wieder aufzubauen, indem die Regeln für Mehrfacheinreise-C-3-Visa, die in Peking ausgestellt werden, gelockert wurden. Laut der koreanischen Botschaft in Peking qualifiziert sich jeder chinesische Passinhaber, der bereits Korea besucht hat, nun für ein fünf Jahre gültiges Mehrfacheinreisevisum, das Aufenthalte von bis zu 30 Tagen pro Reise erlaubt. Noch bedeutender für Geschäftsreisende: Einwohner von 14 Großstädten der ersten und zweiten Kategorie auf dem chinesischen Festland – darunter Peking, Shanghai, Guangzhou, Shenzhen und Chengdu – sind nun berechtigt für ein zehn Jahre gültiges Mehrfacheinreisevisum. Die Gültigkeitsdauer wird zudem für Mitarbeiter chinesischer Unternehmen, die mindestens eine Million US-Dollar in Korea investiert haben, von fünf auf zehn Jahre verdoppelt – ein klarer Schritt, um ausländische Investitionen anzuziehen und langfristige Projekte zu erleichtern. Die Lockerung hebt mehrere COVID-bedingte Einschränkungen auf, die es chinesischen Führungskräften erschwert hatten, wiederholt kurze Geschäftsreisen zu unternehmen. Koreanische Tourismusbehörden hoffen, mit den vereinfachten Regeln die fast sechs Millionen chinesischen Besucher aus dem Jahr 2019 zurückzugewinnen, während Einzelhändler in Myeong-dong und Busan sich bereits auf einen erwarteten Anstieg während der bevorstehenden „Goldenen Woche“ zum 1. Mai vorbereiten. Für chinesische Unternehmen bedeutet die längere Gültigkeit eine Entlastung von der jährlichen Neuantragspflicht und eine deutliche Verkürzung der Vorlaufzeiten bei dringenden Reisen. Mobility-Manager sollten jedoch daran erinnern, dass jeder Aufenthalt weiterhin auf 30 Tage begrenzt ist und bei der Antragstellung ein Nachweis über einen früheren Korea-Besuch vorgelegt werden muss. Für die Zukunft gehen Beobachter davon aus, dass Seoul die Regelung als Pilotprojekt für ähnliche Visaerleichterungen mit anderen großen Auslandsreisemärkten wie Indien und Vietnam nutzen könnte, falls die Tourismuseinnahmen wie prognostiziert wieder ansteigen.
Quelle: The Korea Times
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