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Dubai verschärft Visabestimmungen für Remote-Arbeit: Sechsmonatiger Kontoauszug jetzt Pflicht

Apr. 2, 2026
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Dubai verschärft Visabestimmungen für Remote-Arbeit: Sechsmonatiger Kontoauszug jetzt Pflicht
Dubais einjähriges Remote-Working-Visum – 2020 eingeführt, um digitale Nomaden anzuziehen und den Markt für Serviced Apartments während der Pandemie zu stützen – ist still und leise erwachsen geworden. Seit dem 1. April 2026 verlangt die Bundesbehörde für Identität, Staatsbürgerschaft, Zoll und Hafensicherheit (ICP) im Online-Antragsformular sechs aufeinanderfolgende Monate an Kontoauszügen statt bisher drei. Ohne großes Aufsehen wurde die Änderung eingeführt; Antragsteller stellten einfach fest, dass das Portal nun die doppelte finanzielle Historie abfragt. Auf den ersten Blick wirkt die Regel wie ein kleiner bürokratischer Schritt. In der Praxis schließt sie jedoch Freelancer, Gründer in der Anfangsphase und neu eingestellte Remote-Mitarbeiter aus, deren Einkommen schwankt oder deren Bankkonten erst kürzlich eröffnet wurden. Personalvermittler berichten, dass etwa ein Drittel der Kandidaten, die unter der alten Regel die monatliche Einkommensgrenze von 12.500 AED (ca. 3.500 US-Dollar) erfüllten, nun Schwierigkeiten haben, sechs durchgehende Monate an Einzahlungen nachzuweisen. Experten sehen in der Änderung die zweite Phase des globalen Trends zu „Digital-Nomaden-Visa“. Zwischen 2020 und 2023 konkurrierten Länder vor allem mit niedrigen Hürden; ab 2024 setzen sie verstärkt auf Qualitätskontrolle. Portugal hat sein D7-Visum überarbeitet, Spanien die Beckham-Regel neu gefasst und Griechenland mehrjährige Aufenthaltsbedingungen eingeführt. Dubai signalisiert damit, dass es künftig nicht nur mobile, sondern auch finanziell stabile Bewohner anziehen will. Für Unternehmen ist die Auswirkung gemischt: Etablierte Remote-Mitarbeiter mit planbarem Einkommen erfüllen die Anforderungen problemlos, während Berufseinsteiger mit wechselnden Verträgen Schwierigkeiten haben könnten. Mobility-Manager, die Mitarbeiter für temporäre Einsätze in den VAE entsenden, sollten längere Vorlaufzeiten für die Dokumentation einplanen und den Entsandten raten, ihre Konten im Heimatland nicht zu früh zu schließen. Steuerteams sollten US-Bürger zudem daran erinnern, dass die fehlende Einkommenssteuer in den VAE nicht von der US-Steuererklärungspflicht aufgrund der Staatsbürgerschaft entbindet. Praktisch bedeutet das für Antragsteller: Sechs PDF-Dokumente mit Gehaltsnachweisen müssen heruntergeladen, lückenlos vorgelegt und bei Selbstständigen Verträge zur Einkommenskontinuität beigefügt werden. Die ICP gewährt keine Übergangsfrist, weshalb Anträge nach dem 1. April mit nur drei Monaten Kontoauszügen automatisch abgelehnt werden. Während sich Antragsteller und ausgelagerte Visazentren an die strengeren Nachweisanforderungen gewöhnen, ist mit längeren Bearbeitungszeiten zu rechnen.
Quelle: DigitalNomad Press

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