
Die Europäische Kommission hat den 10. April als endgültigen Starttermin für das schengenweite Ein- und Ausreisesystem festgelegt, berichtete Greek City Times am 1. April. Ab diesem Tag entfallen manuelle Passstempel für Nicht-EU/EFTA-Reisende, einschließlich Besucher aus und nach der Schweiz. Biometrische Daten (Gesichtsbild und vier Fingerabdrücke) sowie Passdaten werden bei jeder Grenzkontrolle elektronisch erfasst. Seit der schrittweisen Einführung im Oktober 2025 hat das System bereits 45 Millionen Grenzübertritte verarbeitet und über 24.000 Reisenden mit ungültigen Papieren die Einreise verweigert. EU-Beamte betonen, dass das digitale Register die Sicherheit erhöhen und Überziehungen der erlaubten Schengen-Aufenthaltsdauer durch automatische Berechnung der erlaubten Tage verhindern wird. Handelsverbände warnen jedoch vor Wartezeiten von bis zu zwei Stunden an einigen Flughäfen und fordern mehr Flexibilität (siehe ACI-Bericht oben). Zürich und Genf haben zusammen 120 Selbstbedienungskioske installiert und planen, in den ersten zwei Wochen des Vollbetriebs zusätzliches Personal einzusetzen. Unternehmen sollten ihre Reisenden auf anfängliche Startschwierigkeiten vorbereiten und sicherstellen, dass Vielflieger ihre Fingerabdrücke registrieren lassen, um künftige Reisen zu beschleunigen. Das EES ist zudem Voraussetzung für die kommende ETIAS-Reisegenehmigung, die nun für Ende 2026 geplant ist.
Quelle: Greek City Times