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Das neue Ein- und Ausreisesystem des Schengen-Raums startet im April: Was Schweizer Reisende und Arbeitgeber wissen müssen

März 31, 2026
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Das neue Ein- und Ausreisesystem des Schengen-Raums startet im April: Was Schweizer Reisende und Arbeitgeber wissen müssen
Die Schweiz zählt die letzten Tage bis zur vollständigen Einführung des lang erwarteten Ein- und Ausreisesystems (EES) der Europäischen Union, das in der ersten Aprilwoche 2026 verbindlich wird. Die sechsmonatige Pilotphase, die im vergangenen Oktober begann, endet; ab sofort werden alle Nicht-EU-/EFTA-Staatsangehörigen – einschließlich Geschäftsreisender, die normalerweise problemlos über Zürich oder Genf reisen – an der Grenze automatisch mit Fingerabdrücken, einem Gesichtsfoto und Passdaten erfasst. Das manuelle Abstempeln der Pässe entfällt, und die Daten fließen in eine zentrale EU-Datenbank, die Überziehungen des Aufenthalts und Identitätsbetrug schneller erkennen soll.

Das EES gilt an allen externen Schengen-Grenzen, was für die Schweiz die Flughäfen Zürich, Genf, Basel-Mulhouse, Bern-Belp, St. Gallen-Altenrhein, Lugano und Sion sowie alle internationalen Bahn- und Straßenkontrollstellen für Drittstaatsangehörige bedeutet. Fluggesellschaften, die ausländische Mitarbeiter einfliegen, müssen vorab Passagierdaten übermitteln, die mit den EES-Daten übereinstimmen, andernfalls drohen Bußgelder und verweigerte Beförderung. Die Schweizer Flughäfen haben den Winter genutzt, um Selbstbedienungskioske und „Easygate“-E-Barrieren zu installieren, um im Frühjahr lange Warteschlangen zu vermeiden. Dennoch warnt die Bundespolizei, dass die ersten Wochen „langsamer als gewohnt“ verlaufen könnten, bis Vielflieger ihre biometrischen Profile aufgebaut haben.

Das neue Ein- und Ausreisesystem des Schengen-Raums startet im April: Was Schweizer Reisende und Arbeitgeber wissen müssen


Für global mobile Mitarbeiter bedeutet das vor allem eines: mehr Zeit. Unternehmen, die Ingenieure oder Projektleiter für Kurztrips von 48 Stunden in die Schweiz oder über die Schweizer-französische Flughafen-Grenze in Genf schicken, sollten mindestens 30 Minuten mehr für die Einreise einplanen, bis sich das System eingespielt hat. Personalabteilungen werden zudem geraten, Reisende darauf hinzuweisen, dass jede biometrische Erfassung drei Jahre gültig ist; nach vier Kurzaufenthalten beschleunigt sich der Prozess, da das Kiosk dann nur noch die Identität bestätigen muss.

Für EU-Bürger ändert sich weniger: Das Schweizer Bundesamt für Zoll und Grenzsicherheit erklärt, dass dieselben E-Gates künftig umfunktioniert werden, um die EU-Warteschlangen zu verkürzen, sobald der Drittstaatenverkehr stabilisiert ist. Langfristig ist das EES das Tor zu ETIAS, der elektronischen Reisegenehmigung im Wert von 7 Euro, die die EU Ende 2026 einführen will. Mit ETIAS müssen in der Schweiz ansässige multinationale Unternehmen sicherstellen, dass Besucher aus visafreien Ländern – etwa USA, Großbritannien oder Singapur – neben der biometrischen Registrierung auch eine genehmigte Reiseerlaubnis besitzen.

Fazit: Automatisieren Sie Ihre Compliance-Prozesse noch in diesem Jahr, um hektische E-Mails beim Boarding im nächsten Jahr zu vermeiden.
Quelle: CHIP / dpa

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