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Die brasilianische Bundesfernstraßenpolizei startet landesweite Osterreiseaktion gegen gefährliches Überholen

Apr. 2, 2026
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Die brasilianische Bundesfernstraßenpolizei startet landesweite Osterreiseaktion gegen gefährliches Überholen
Da Brasilien an eines seiner verkehrsreichsten Wochenenden im Inland heranrückt, hat die Polícia Rodoviária Federal (PRF) kurz nach Mitternacht am 2. April ihre jährliche Operação Semana Santa gestartet. Die vier Tage dauernde Kampagne zur Durchsetzung von Verkehrsregeln und Aufklärung mobilisiert PRF-Beamte in allen fünf Regionen, um Staus zu reduzieren und die steigende Zahl schwerer Unfälle auf Bundesstraßen zu senken.

Der Schwerpunkt der diesjährigen Aktion liegt auf gefährlichen Überholmanövern, die laut PRF im Jahr 2025 zu 1.770 Unfällen und 404 Todesfällen führten – das sind 15 Prozent mehr als vor zwei Jahren. Besonders betroffen waren die Bundesstaaten Bahia, Paraná und Minas Gerais. Die Beamten setzen mobile Radargeräte und Drohnen ein, um Fahrzeuge zu erkennen, die durchgezogene Mittellinien überfahren, auf dem Seitenstreifen überholen oder den Gegenverkehr zum Bremsen zwingen.

Die brasilianische Bundesfernstraßenpolizei startet landesweite Osterreiseaktion gegen gefährliches Überholen


Verstöße werden mit „gravíssima“-Bußgeldern, sieben Punkten im Führerschein und sofortiger Fahrzeugbeschlagnahmung geahndet. Reisende, die Mietwagen oder Firmenfahrzeuge nutzen, sollten mehr Zeit für ihre Fahrten einplanen. Die PRF hat Fahrverbote für Lkw zu Stoßzeiten auf mehreren Fernverkehrskorridoren veröffentlicht und vor zeitweiligen Fahrspur-Sperrungen zur Unfallräumung gewarnt. Unternehmen, die Mitarbeiter zwischen São Paulo, Rio und dem Hinterland transportieren, sollten die Social-Media-Kanäle der PRF beobachten und ihre Mitarbeiter an das Mitführen von Warnwesten, Ersatzreifen und Wasser bei längeren Staus erinnern.

Für Mobilitätsmanager ist die Operação Semana Santa eine Erinnerung daran, dass die Einhaltung der Verkehrssicherheit inzwischen eine Fürsorgepflicht darstellt. Interne Richtlinien, die Bußgelder für Geschwindigkeitsüberschreitungen erstatten, können Arbeitgeber unbeabsichtigt zivilrechtlich haftbar machen, wenn ein Expat oder Pendler in einen tödlichen Unfall verwickelt ist. Best Practice ist die Integration der brasilianischen Verkehrsdaten (verfügbar über die Sistema Renainf API) in Reisemanagement-Plattformen, sodass riskantes Fahrverhalten automatisch erkannt und mit Auffrischungstrainings geahndet wird.

Obwohl die PRF-Initiative vor allem auf inländische Fahrer abzielt, betrifft sie auch ausländische Geschäftsreisende, die mehrstädteübergreifende Fahrten unternehmen. Wer mit brasilianischen Verkehrszeichen nicht vertraut ist, sollte wissen, dass durchgezogene gelbe Linien Überholverbote signalisieren; besonders gefährliche Stellen sind auf der interaktiven Karte der PRF markiert. Erste Rückmeldungen aus dem Jahr 2024 zeigen, dass die Kampagne die Zahl der Todesfälle in der Osterwoche um 8 Prozent senken konnte, und die Behörden hoffen, diese Zahl in diesem Jahr weiter zu verbessern.
Quelle: Polícia Rodoviária Federal (gov.br)

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