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EU-Biometrisches Ein- und Ausreisesystem startet am 10. April – Irische Reisende müssen mit längeren Wartezeiten rechnen

Apr. 2, 2026
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EU-Biometrisches Ein- und Ausreisesystem startet am 10. April – Irische Reisende müssen mit längeren Wartezeiten rechnen
Die Europäische Union wird ihr lang erwartetes Ein- und Ausreisesystem (EES) am 10. April in Betrieb nehmen. Dieses ersetzt die herkömmlichen Passstempel durch eine biometrische Registrierung für alle Nicht-EU-Besucher, die die Außengrenzen des Schengen-Raums passieren. Obwohl Irland nicht zum Schengen-Raum gehört, hat die Umstellung erhebliche Auswirkungen auf irische Einwohner, die durch Schengen-Länder reisen oder dort Urlaub machen.

Erstmalige Einreisende nach dem Start müssen Gesichtsbilder und vier Fingerabdrücke abgeben – ein Verfahren, das Fluggesellschaften zufolge an den bedienten Schaltern oder Automaten fünf bis zehn Minuten pro Person zusätzlich in Anspruch nehmen wird. Die Branchenorganisation ACI Europe berichtete bereits während der Testphase von Wartezeiten von bis zu zwei Stunden zu Spitzenzeiten, was Befürchtungen über verpasste Anschlussflüge für Passagiere aus Dublin, Shannon oder Cork aufkommen lässt.

EU-Biometrisches Ein- und Ausreisesystem startet am 10. April – Irische Reisende müssen mit längeren Wartezeiten rechnen


Firmenreisemanager raten daher, längere Umsteigezeiten einzuplanen und enge Verbindungen an Flughäfen wie Paris-CDG, Frankfurt oder Amsterdam zu vermeiden, bis das System reibungslos läuft. Da viele multinationale Hauptsitze ihre Mitarbeiter aus steuerlichen oder abrechnungstechnischen Gründen zunächst über Dublin schicken, bevor diese weiter auf das europäische Festland ziehen, werden die Auswirkungen besonders bei den Mobility-Teams spürbar sein.

Die Europäische Kommission betont, dass das EES die Grenzsicherheit erhöht und unerlaubte Aufenthalte eindämmt. Während der Testphase wurden bereits 45 Millionen Grenzübertritte erfasst, über 24.000 Reisenden wurde wegen Dokumenten- oder Visaproblemen die Einreise verweigert – ein Beleg für die Durchsetzungskraft des Systems.

Mittelfristig wird das EES Daten an ETIAS liefern, die elektronische Reisegenehmigung der EU, die Ende 2026 starten soll. Arbeitgeber mit Mitarbeitern, die zwischen Irland und Kontinentaleuropa pendeln, sollten daher ihre Dokumentenprüfungen überarbeiten und die neue biometrische Pflicht rechtzeitig vor den Sommerreisezeiten kommunizieren.
Quelle: Greek City Times

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