
Das britische Innenministerium hat bestätigt, dass die Gebühr für die elektronische Reisegenehmigung (ETA) ab dem 8. April von 18 € auf 23 € (£20) steigt. Die ETA ist bereits für die meisten visumfreien Staatsangehörigen, die ins Vereinigte Königreich einreisen, verpflichtend, während Inhaber britischer oder irischer Pässe aufgrund der Regeln des Common Travel Area weiterhin ausgenommen sind. Für in Irland ansässige Unternehmen bedeutet die Preiserhöhung weniger direkte Kosten – da nur wenige Mitarbeiter für Tagesausflüge nach Großbritannien eine ETA benötigen – sondern vielmehr eine erhöhte Komplexität bei der Einhaltung der Vorschriften. Doppelstaatsbürger, die mit einem EU-Pass reisen, aber latent britische Staatsbürgerschaft besitzen, müssen nun entweder einen gültigen britischen Pass mitführen oder eine ETA erwerben; das Innenministerium hat die „Toleranzfrist“ für alternative Nachweise am 25. Februar beendet. Unternehmen sind daher angehalten, den Staatsangehörigkeitsstatus ihrer Mitarbeiter zu überprüfen, um Situationen zu vermeiden, in denen Passagiere bei Flügen von Dublin nach London abgewiesen werden. Die Änderung erfolgt nur wenige Wochen, nachdem Aer Lingus auf seinen Irland-UK-Strecken eine reine Passkontrollregelung eingeführt hat und keine Führerscheine oder Personalausweise mehr akzeptiert. Zusammen verschärfen diese Maßnahmen die Dokumentationsanforderungen auf einer Strecke, die einst das reibungslose Rückgrat des irisch-britischen Geschäftsverkehrs bildete. Branchenverbände wie die Irish Business & Employers Confederation (IBEC) warnen, dass Unklarheiten bezüglich der ETA-Verantwortlichkeit zu verpassten Terminen und zusätzlichen Kosten führen könnten, wenn Fluggesellschaften nicht konforme Passagiere am Gate abweisen. Reisebüros empfehlen daher proaktive Passkontrollen bereits bei der Buchung sowie automatisierte Hinweise in Selbstbuchungssystemen. Zukünftig plant das Vereinigte Königreich, die ETA-Genehmigungen mit den Advance Passenger Information-Daten zu verknüpfen und so ein „Reisegenehmigungssystem“ ähnlich dem US-amerikanischen ESTA einzuführen. Mobilitätsexperten erwarten, dass Echtzeit-Compliance-Prüfungen durch die Fluggesellschaften zum Standard werden, was eine präzise Datenerfassung bereits bei der Buchung noch wichtiger macht.
Quelle: IamExpat