
Die finnische Hauptgewerkschaft der Polizei (SPJL) sondiert derzeit ihre Mitglieder für einen koordinierten Streik, der noch in diesem Monat beginnen könnte und möglicherweise auch Zoll-, Grenzschutz- und Justizvollzugsbeamte einbezieht, wie eine Meldung der russischen Nachrichtenagentur AK&M vom 4. April berichtet. Die Gewerkschaft kritisiert, dass die von der Regierung angebotenen inflationsgebundenen Gehaltserhöhungen nicht ausreichen, um die steigenden Lebenshaltungskosten auszugleichen, und die chronische Unterbesetzung, insbesondere an der östlichen Grenze, nicht adressieren.
Sollte der Streik tatsächlich stattfinden, wären die Auswirkungen auf die globale Mobilität sofort spürbar. Die Polizei stellt Aufenthaltsgenehmigungskarten aus, nimmt Fingerabdrücke von Ausländern und besetzt die Einwanderungsschalter am Flughafen Helsinki während der Hauptreisezeiten. Die Zollbeamten kontrollieren unterdessen ATA-Carnets und die Einfuhr von Arbeitsausrüstung, die für kurzfristig entsandte Mitarbeiter unerlässlich ist. Ein gleichzeitiger Ausstand könnte daher die Bearbeitung von Genehmigungen verzögern, die Zollabfertigung verlangsamen und an den wenigen geöffneten Landgrenzübergängen zu Schweden und Norwegen zu Warteschlangen führen.
Die Regierung hat sich bislang nicht öffentlich geäußert, doch gegenüber der Helsingin Sanomat erklärten Beamte vertraulich, dass im Rahmen eines 2024 verabschiedeten Notfallgesetzes „Mindestdienstleistungen“ angeordnet werden könnten, um kritische Infrastrukturen zu schützen. Wirtschaftsverbände befürchten jedoch, dass solche Maßnahmen den Konflikt eher verschärfen als lösen könnten.
Internationale Unternehmen mit zeitkritischen Genehmigungsverlängerungen oder Projektfrachtlieferungen nach Finnland sollten ihre Anträge vor dem Streikfenster beschleunigen oder ihre Waren über baltische Seehäfen umleiten, wo EU-Zollformalitäten im Voraus erledigt werden können. Arbeitgeber von entsandten Mitarbeitern mit engen Schengen-Aufenthaltsfristen wird empfohlen, detaillierte Reisedokumentationen zu führen, falls während eines Ausstands Einreisestempel fehlen.
Der angedrohte Streik verdeutlicht die breitere Personalnot im öffentlichen Sektor Finnlands: Die Zahl der Pensionierungen übersteigt die Neueinstellungen, während die NATO-Mitgliedschaft und die wachsenden Bedrohungen durch hybride Angriffe die Aufgaben von Polizei und Grenzüberwachung erweitert haben. Sollte keine Einigung erzielt werden, könnte der Arbeitskampf die gravierendste Störung der Grenzabläufe seit dem Streik der Gepäckabfertiger 2019 sein, der den Flughafen Helsinki lahmlegte.
Sollte der Streik tatsächlich stattfinden, wären die Auswirkungen auf die globale Mobilität sofort spürbar. Die Polizei stellt Aufenthaltsgenehmigungskarten aus, nimmt Fingerabdrücke von Ausländern und besetzt die Einwanderungsschalter am Flughafen Helsinki während der Hauptreisezeiten. Die Zollbeamten kontrollieren unterdessen ATA-Carnets und die Einfuhr von Arbeitsausrüstung, die für kurzfristig entsandte Mitarbeiter unerlässlich ist. Ein gleichzeitiger Ausstand könnte daher die Bearbeitung von Genehmigungen verzögern, die Zollabfertigung verlangsamen und an den wenigen geöffneten Landgrenzübergängen zu Schweden und Norwegen zu Warteschlangen führen.
Die Regierung hat sich bislang nicht öffentlich geäußert, doch gegenüber der Helsingin Sanomat erklärten Beamte vertraulich, dass im Rahmen eines 2024 verabschiedeten Notfallgesetzes „Mindestdienstleistungen“ angeordnet werden könnten, um kritische Infrastrukturen zu schützen. Wirtschaftsverbände befürchten jedoch, dass solche Maßnahmen den Konflikt eher verschärfen als lösen könnten.
Internationale Unternehmen mit zeitkritischen Genehmigungsverlängerungen oder Projektfrachtlieferungen nach Finnland sollten ihre Anträge vor dem Streikfenster beschleunigen oder ihre Waren über baltische Seehäfen umleiten, wo EU-Zollformalitäten im Voraus erledigt werden können. Arbeitgeber von entsandten Mitarbeitern mit engen Schengen-Aufenthaltsfristen wird empfohlen, detaillierte Reisedokumentationen zu führen, falls während eines Ausstands Einreisestempel fehlen.
Der angedrohte Streik verdeutlicht die breitere Personalnot im öffentlichen Sektor Finnlands: Die Zahl der Pensionierungen übersteigt die Neueinstellungen, während die NATO-Mitgliedschaft und die wachsenden Bedrohungen durch hybride Angriffe die Aufgaben von Polizei und Grenzüberwachung erweitert haben. Sollte keine Einigung erzielt werden, könnte der Arbeitskampf die gravierendste Störung der Grenzabläufe seit dem Streik der Gepäckabfertiger 2019 sein, der den Flughafen Helsinki lahmlegte.
Quelle: AKM EN
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