
Der Exekutivrat von Dubai hat am 5. April offiziell ein wirtschaftliches Entlastungsprogramm in Höhe von 1 Milliarde AED (272 Millionen US-Dollar) aktiviert, das Unternehmen vor kriegsbedingten Umsatzeinbußen schützen und den Arbeitsmarkt des Emirats flexibel halten soll. Neben der offensichtlichen Stundung von Gebühren enthält das Programm eine oft übersehene Klausel, die die Generaldirektion für Aufenthalts- und Ausländerangelegenheiten (GDRFA) anweist, von Unternehmen gesponserte Anträge auf Aufenthaltserlaubnisse, die zwischen dem 1. April und 30. Juni eingereicht werden, vorrangig zu bearbeiten. Laut der Direktive sollen neue Arbeitserlaubnisse, Mission-Visa und Abhängigkeits-Sponsorships, die über anerkannte Firmenportale eingereicht werden, innerhalb von fünf Arbeitstagen ausgestellt werden – statt der üblichen 15 Tage. Mobility-Manager berichten, dass der GDRFA-E-Kanal bereits aktualisiert wurde, um qualifizierte Anträge zu kennzeichnen und die sonst übliche Expressbearbeitungsgebühr zu erlassen. Das Paket sieht außerdem eine dreimonatige Stundung ausgewählter staatlicher Gebühren vor, darunter Abgaben im Tourismussektor sowie mehrere Lizenzverlängerungsgebühren im Dubai Mainland und den Freihandelszonen. Für Hotels wird die Aussetzung der Tourism Dirham-Gebühr voraussichtlich Liquidität freisetzen, um saisonale Mitarbeiter zu halten und vor dem Konflikt geschlossene Firmenratenverträge einzuhalten. Händler erhalten eine 90-tägige Verlängerung bei der Begleichung von Zollabgaben, was den Druck auf das Betriebskapital von Importeuren mindert, deren Logistikkosten aufgrund gestiegener Versicherungsprämien für die Straße von Hormus zugenommen haben. Besonders wichtig für Entsendungen: Dubai South – die Freihandelszone rund um den Al Maktoum International Airport – gewährt mietfreie Verlängerungen von Büroflächen für KMU, die ihre Mitarbeiterzahl halten. Dies dürfte Start-ups in den Bereichen E-Commerce, Mobilitätstechnologie und Logistik ermutigen, ausländische Mitarbeiter zu behalten, anstatt deren Einstellung zu verzögern. Globale Arbeitgeber sollten die Entlastungsmaßnahmen mit laufenden Umzugsfällen abgleichen: beschleunigte Visa-Ausstellungen können Mobilisierungen verkürzen, während gestundete Gemeindesteuern die Projektstartkosten senken können. Finanzteams sollten jedoch beachten, dass die gestundeten Gebühren im dritten Quartal fällig werden und Rückstellungen bilden, um plötzliche Kostenanstiege zu vermeiden.
Quelle: Dubai.News
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