
Aktuelle Daten der Flugverfolgungsplattform Flightradar24 zeigen, dass die Golf-Airlines am 4. April nur noch 52 Prozent der Flüge durchführten, die sie am 27. Februar anboten – dem Tag vor der Eskalation des US-Israel–Iran-Konflikts in der Region. Die Analyse von The National vom 6. April verdeutlicht die mühsame Erholung wichtiger Drehkreuze wie Dubai International (DXB) und das neu benannte Zayed International Airport in Abu Dhabi. Emirates erholt sich am schnellsten und führte am 4. April 384 Abflüge durch, verglichen mit 531 vor Ausbruch der Feindseligkeiten – etwa 72 Prozent der Kapazität, aber immer noch deutlich unter dem Tagesdurchschnitt. Etihad liegt bei 63 Prozent, während flydubai und Air Arabia unter der 50-Prozent-Marke bleiben. Qatar Airways ist mit 35 Prozent am stärksten eingeschränkt, nachdem Dohas Luftverteidigung vorübergehend große Teile des Luftraums geschlossen hatte. Die Airlines umgehen weiterhin den iranischen und irakischen Luftraum bei Langstreckenflügen, was die Flugzeiten auf Europa-Asien-Strecken um bis zu zwei Stunden verlängert und die Treibstoffkosten erhöht. Diese Zusatzkosten spiegeln sich in den Ticketpreisen wider: Der Middle-East-Schalter von American Express GBT verzeichnete einen wöchentlichen Anstieg der Premium-Tarife ab Dubai um 14 Prozent für Reisen zwischen dem 10. April und 30. Mai. Die Fluggesellschaften haben die Gebührenbefreiungen für Umbuchungen verlängert. Emirates-Passagiere mit Tickets für Reisen bis zum 30. April können bis zum 15. Juni umbuchen oder eine vollständige Rückerstattung beantragen, während Etihad eine kostenlose Terminänderung für Tickets erlaubt, die vor dem 6. März 2026 ausgestellt wurden. Mobilitätsmanager sollten Buchungen vor Konfliktbeginn proaktiv überprüfen, da Flüge ohne offizielle Stornierungsmitteilung aus den globalen Vertriebssystemen verschwinden können. Die operative Unsicherheit wird voraussichtlich anhalten, bis ein dauerhafter Waffenstillstand erreicht ist. Unternehmen, die Dienstreisen über DXB oder AUH organisieren, sollten alternative Routen – etwa über Muscat oder Riad – in Betracht ziehen und längere Zwischenstopps in die Reisepläne einbauen, um Anschlussprobleme durch kurzfristige Slot-Reduzierungen zu vermeiden.
Quelle: The National