
Hongkong plant, im Jahr 2026 insgesamt 53,8 Millionen Besucher zu empfangen – ein Anstieg von acht Prozent gegenüber dem Vorjahr, so Kultur-, Sport- und Tourismussekretärin Rosanna Law. In einem Interview bei Commercial Radio, das am 5. April von Apple Daily UK aufgegriffen wurde, hob Law einen Anstieg der Ankünfte im ersten Quartal 2026 um 17 Prozent auf 14,31 Millionen hervor. Sie führte dies auf vielfältige Großveranstaltungen wie das 50-jährige Jubiläum der Hong Kong Sevens, die Art Basel und den Asien-Start von ComplexCon zurück, die vor allem zahlungskräftige Fernreisende anziehen. Law erklärte, dass das Tourismusamt seine Werbemaßnahmen in zweitklassigen Städten des chinesischen Festlands verstärken werde, während gleichzeitig Märkte in Europa, den USA und dem Nahen Osten gezielt angesprochen werden, um die Abhängigkeit von Kurzstreckenreisenden zu verringern. Nicht-festländische Besucher machen bereits 27 Prozent der Ankünfte aus – ein deutlicher Wandel im Vergleich zur Zeit vor der Pandemie. Branchenanalysten berichten, dass die Hotelbelegung für die „Goldene Woche“ zum Tag der Arbeit bereits bei 70 bis 80 Prozent liegt, bei Luxushotels sogar über 90 Prozent. Fluggesellschaften haben die Sitzplatzkapazitäten erhöht, warnen jedoch vor möglichen Preiserhöhungen aufgrund schwankender Treibstoffzuschläge. Firmen-Mobilitätsteams raten Mitarbeitern, frühzeitig zu buchen und bei Aufenthalten von mehr als zehn Nächten Serviced Apartments in Betracht zu ziehen. Die Regierung hat eine bereichsübergreifende Taskforce eingesetzt, die wöchentlich die Kapazitäten von Flughafen, Hochgeschwindigkeitszug und Fähren überwacht. Geprüfte Maßnahmen umfassen unter anderem eine gestaffelte Veranstaltungsplanung und dynamische Preisgestaltung für Landezeiten, um Nachfragespitzen abzufedern. Gelingt dies, könnte Hongkong seine Position als führendes asiatisches Zentrum für Meetings, Incentives, Konferenzen und Ausstellungen (MICE) festigen.
Quelle: Apple Daily UK