
Australier, die diesen Monat geschäftlich oder privat nach Europa reisen, sind die ersten Langstreckenreisenden, die das neue Ein- und Ausreisesystem (EES) der Europäischen Union erleben. Ab dem 10. April werden bei der Ankunft an einem Flughafen im Schengen-Raum alle Nicht-EU-Besucher, darunter auch Inhaber australischer Pässe, mit Fingerabdruck und einem Live-Gesichtsscan erfasst. Diese Daten ersetzen den herkömmlichen Passstempel und werden für drei Jahre gespeichert, um den EU-Behörden bei der Identifizierung von Überziehern und Wiederholungstätern zu helfen.
Obwohl die Technologie als Sicherheitsverbesserung beworben wird, führten erste Tests in Portugal und Frankreich zu Wartezeiten von bis zu zwei Stunden, da Passagiere mit den ungewohnten Terminals kämpften und Beamte biometrische Erfassungen wiederholen mussten. Fluggesellschaften und Flughafenverbände warnen, dass die Abfertigungszeiten „bis zu 70 Prozent länger“ dauern als zuvor. Ryanair-Chef Michael O’Leary hat öffentlich vor „erheblichen Störungen“ gewarnt, falls nicht rechtzeitig zusätzliches Personal vor der europäischen Hauptsaison eingesetzt wird.
Für australische Unternehmen kommt das System zu einem ungünstigen Zeitpunkt: Es startet genau dann, wenn die Konferenzsaison im Frühling im Norden Europas an Fahrt gewinnt. Reisebüros empfehlen ihren Kunden bereits, eine zusätzliche Stunde für die Einreise einzuplanen, längere Umsteigezeiten bei Anschlussflügen zu berücksichtigen und Besprechungspläne so zu gestalten, dass unerwartete Verzögerungen bei der Einreise einkalkuliert sind.
Langfristig soll das EES die Wiedereinreise beschleunigen, da bei einem zweiten Besuch nur noch eine biometrische Bestätigung erforderlich ist. Experten gehen jedoch davon aus, dass eine Einführungsphase von sechs bis neun Monaten typisch für Projekte dieser Größenordnung ist. In der Zwischenzeit könnten Reisende kleinere Regionalflughäfen mit geringeren Passagierzahlen nutzen oder, wo möglich, ihre Daten vorab registrieren.
Organisationen mit häufigen EU-Reisen müssen zudem ihre Fürsorgepflichten überprüfen, damit Mitarbeiter den neuen Prozess verstehen und die Konsequenzen bei Überschreitung der automatischen 90-Tage-Visumfreiheit kennen. Langfristig ist das EES ein Baustein für die seit langem geplante ETIAS-Reisegenehmigung der EU, die nun für Ende 2026 erwartet wird. Zusammen werden diese Systeme die europäischen Grenzformalitäten dem US-amerikanischen ESTA-Modell angleichen – digital, datenbasiert und zunehmend automatisiert. Die kommenden Monate dürften für australische Reisende mit engen Zeitplänen jedoch holprig werden.
Obwohl die Technologie als Sicherheitsverbesserung beworben wird, führten erste Tests in Portugal und Frankreich zu Wartezeiten von bis zu zwei Stunden, da Passagiere mit den ungewohnten Terminals kämpften und Beamte biometrische Erfassungen wiederholen mussten. Fluggesellschaften und Flughafenverbände warnen, dass die Abfertigungszeiten „bis zu 70 Prozent länger“ dauern als zuvor. Ryanair-Chef Michael O’Leary hat öffentlich vor „erheblichen Störungen“ gewarnt, falls nicht rechtzeitig zusätzliches Personal vor der europäischen Hauptsaison eingesetzt wird.
Für australische Unternehmen kommt das System zu einem ungünstigen Zeitpunkt: Es startet genau dann, wenn die Konferenzsaison im Frühling im Norden Europas an Fahrt gewinnt. Reisebüros empfehlen ihren Kunden bereits, eine zusätzliche Stunde für die Einreise einzuplanen, längere Umsteigezeiten bei Anschlussflügen zu berücksichtigen und Besprechungspläne so zu gestalten, dass unerwartete Verzögerungen bei der Einreise einkalkuliert sind.
Langfristig soll das EES die Wiedereinreise beschleunigen, da bei einem zweiten Besuch nur noch eine biometrische Bestätigung erforderlich ist. Experten gehen jedoch davon aus, dass eine Einführungsphase von sechs bis neun Monaten typisch für Projekte dieser Größenordnung ist. In der Zwischenzeit könnten Reisende kleinere Regionalflughäfen mit geringeren Passagierzahlen nutzen oder, wo möglich, ihre Daten vorab registrieren.
Organisationen mit häufigen EU-Reisen müssen zudem ihre Fürsorgepflichten überprüfen, damit Mitarbeiter den neuen Prozess verstehen und die Konsequenzen bei Überschreitung der automatischen 90-Tage-Visumfreiheit kennen. Langfristig ist das EES ein Baustein für die seit langem geplante ETIAS-Reisegenehmigung der EU, die nun für Ende 2026 erwartet wird. Zusammen werden diese Systeme die europäischen Grenzformalitäten dem US-amerikanischen ESTA-Modell angleichen – digital, datenbasiert und zunehmend automatisiert. Die kommenden Monate dürften für australische Reisende mit engen Zeitplänen jedoch holprig werden.
Quelle: Travel Weekly
Wie VisaHQ helfen kann
VisaHQ vereinfacht die Visumbeantragung für Privatpersonen und Unternehmen. Prüfen Sie die aktuellen Reisebestimmungen, bereiten Sie die erforderlichen Unterlagen vor und verwalten Sie Ihren Antrag online über das VisaHQ-Portal für Australien.Mehr von Australien
Alle anzeigen
„Perfekter Sturm“ aus Wetter und Personalmangel bringt Tausende an australischen Flughäfen zum Stillstand
Schließung der Straße von Hormus verlängert Australien-Europa-Frachtwege um zwei Wochen und führt zu Zuschlägen