
Regionale Instabilität im Zusammenhang mit dem eskalierenden Krieg im Iran trifft zunehmend Zyperns Luftfahrtsektor. Offizielle Daten des Flughafenbetreibers **Hermes Airports**, berichtet von *SigmaLive English* am 7. April, zeigen, dass die Passagierzahlen an den Flughäfen Larnaka und Paphos im März im Jahresvergleich um 15,3 % zurückgingen – der erste zweistellige Rückgang seit der Erholung nach der Pandemie. Larnaka, das wichtigste Drehkreuz der Insel, verzeichnete 415.700 Reisende (-17,1 %), während der touristisch stark frequentierte Flughafen Paphos 183.500 Passagiere abfertigte (-10,7 %). Der Rückgang beendet eine Serie rekordverdächtiger Monate, die von aufgestauter Freizeitnachfrage und wachsender Mobilität im Technologiesektor getragen wurde. Fluggesellschaften haben ihre Verbindungen nach Israel und in den Golfstaaten aufgrund von Luftfahrtrisiken reduziert, während europäische Reiseveranstalter von schwächeren Buchungen für Ostern und den Frühsommer berichten. Für Unternehmen bedeutet dies vor allem operative Herausforderungen: Weniger Direktflüge nach Tel Aviv, Dubai und wichtigen europäischen Drehkreuzen führen zu längeren Reiserouten und engeren Sitzplatzkontingenten, was Geschäftsreisen und Projektmobilisierungen erschwert. Reiseverantwortliche werden aufgefordert, Notfallpläne zu überprüfen, NOTAMs (Fluginformationen) genau zu beobachten und mehr Vorlaufzeit in Reisepläne einzubauen. Hermes teilte mit, dass der Verkehr im ersten Quartal mit 1,8 Millionen Passagieren dank solider Zahlen im Januar und Februar noch stabil blieb, warnte jedoch vor weiterhin „volatilen“ Buchungslagen. Das stellvertretende Tourismusministerium bereitet eine Marketingkampagne in Deutschland, Polen und Skandinavien vor, um die Herkunftsmärkte zu diversifizieren, falls die Verbindungen in den Nahen Osten weiter schwächeln. Unterkunftsanbieter in Küstenorten melden für April bereits eine Auslastung von unter 40 %, was Sorgen um saisonale Beschäftigung und Lohnzahlungen im Dienstleistungssektor weckt. Obwohl keine Einreisebeschränkungen gelten, raten das britische Außenministerium (FCDO) und mehrere EU-Ministerien aufgrund der Nähe zu regionalen Militäroperationen weiterhin zu erhöhter Vorsicht in Zypern. Unternehmenssicherheitsteams halten daher die Alarmstufen hoch, obwohl die Flughäfen und Häfen der Republik normal betrieben werden.
Quelle: SigmaLive English