
In der Madrider Versammlung am 9. April 2026 erklärte Regionalpräsidentin Isabel Díaz Ayuso, ihre Regierung werde Verfassungsbeschwerde gegen das Real Decreto 180/2026 einlegen. Diese Maßnahme eröffnet ein sechsmonatiges Zeitfenster für undokumentierte Migranten, um eine legale Aufenthaltserlaubnis zu erhalten, und stellt den universellen Zugang zur Gesundheitsversorgung wieder her. Ayuso kritisierte, dass das Dekret keine Finanzierungsregelungen enthalte und „Gesundheitstourismus“ fördere. Das von der linksgerichteten spanischen Regierung im März verabschiedete Regularisierungsprogramm könnte bis zu einer halben Million Menschen zugutekommen, von denen viele bereits informell in der Gastronomie und Altenpflege beschäftigt sind. Für Arbeitgeber bedeutet die Legalisierung Zugang zu einem größeren, legalen Arbeitskräftepool, bringt aber auch höhere Kosten mit sich, da regulierte Arbeitnehmer in die Sozialversicherung aufgenommen werden müssen. Ayusos Einspruch schafft politische Unsicherheit. Sollte das Verfassungsgericht Spaniens die Beschwerde annehmen, könnten Teile des Dekrets bis zur Entscheidung ausgesetzt werden, was die Personalplanung für Unternehmen erschwert, die irreguläre Arbeitskräfte legalisieren wollen. Migrationsanwälte raten Arbeitgebern, die Unterlagen vorzubereiten, aber mit Ausgaben zu warten, bis die gerichtliche Klärung vorliegt. Gesundheitsverwalter betonen, dass die Verweigerung grundlegender Versorgung sowohl unethisch als auch langfristig teurer sei, da unbehandelte Erkrankungen zu kostspieligen Notfalleinsätzen führen. Das Ministerium für Inklusion versichert, dass die regionalen Haushalte durch eine Anpassung der Finanzierungsformel 2027 ausgeglichen werden.
Quelle: Europa Press
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