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Großbritannien erhöht Visagebühren in allen Kategorien und belastet damit indische Reisende und Unternehmen

Apr. 10, 2026
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Großbritannien erhöht Visagebühren in allen Kategorien und belastet damit indische Reisende und Unternehmen
Indische Antragsteller für britische Visa müssen ab dem 8. April 2026 deutlich mehr zahlen, nachdem das britische Innenministerium seine globalen Gebühren angepasst hat. Laut einer Mitteilung der Britischen Hochkommission in Indien ist die Gebühr für ein Standard-Visum für sechs Monate von £127 auf £135 gestiegen, während die Visa für zwei, fünf und zehn Jahre nun £506, £903 bzw. £1.128 kosten. Studienbewerber zahlen künftig statt £524 nun £558, und das beliebte Skilled-Worker-Visum (bis zu drei Jahre gültig) steigt von £769 auf £819. Angehörige von Hauptantragstellern zahlen dieselben Gebühren, was die Gesamtkosten für indische Unternehmen, die ganze Familien umziehen, weiter erhöht.

Das Innenministerium begründet die Erhöhungen mit der Finanzierung eines „digitalisierten, effizienteren Einwanderungssystems“. Indische Berater warnen jedoch, dass die Gebührenerhöhung zeitgleich mit einer Schwächung der Rupie auf über ₹105 pro Pfund erfolgt, was die Kosten in Rupien noch stärker ansteigen lässt. Für indische Firmen, die regelmäßig Mitarbeiter für Kurzzeiteinsätze ins Vereinigte Königreich entsenden, bedeutet dies tausende Pfund mehr im jährlichen Mobilitätsbudget. Auch Universitäten und Ed-Tech-Unternehmen befürchten, dass marginale Studierende sich nun eher für Kanada oder Australien entscheiden könnten, wo die Visakosten niedriger bleiben. Britische Bildungseinrichtungen verweisen auf großzügige Nachstudien-Arbeitsrechte und eine verbesserte Terminverfügbarkeit, räumen aber ein, dass Stipendienfonds möglicherweise aufgestockt werden müssen, um die höheren Eintrittskosten auszugleichen.

Großbritannien erhöht Visagebühren in allen Kategorien und belastet damit indische Reisende und Unternehmen


Indische Reisebüros berichten von einem Ansturm auf letzte Anträge am 7. April, als Antragsteller noch die alten Gebühren sichern wollten. VFS Global, der britische Auslagerungspartner, verlängerte kurzfristig die Öffnungszeiten in Delhi und Mumbai, um dem Ansturm gerecht zu werden. Unternehmen überprüfen nun ihre globalen Mobilitätsrichtlinien: Einige planen, die Mehrkosten bei vorzeitigem Ausscheiden der Mitarbeiter über Gehaltsrückforderungen zurückzuholen, andere verhandeln Mengenrabatte mit Umzugsdienstleistern. Kleine Unternehmen, die das zwei Jahre gültige Mehrfacheinreisevisum für Vertriebsreisen nutzen, erwägen nun, auf Einzeleinreisen umzusteigen oder verstärkt auf Remote-Optionen zu setzen.

Praktischer Tipp: Indische Antragsteller sollten mindestens 10 Prozent zusätzlich für Nebenkosten wie biometrische Erfassung, Kurierdienste und Prioritätsbearbeitung einplanen, da die Grundgebühr bereits gestiegen ist. Organisationen mit häufigen UK-Reisen könnten es günstiger finden, die neue ETA (Electronic Travel Authorisation) zu erwerben, die für Inder voraussichtlich Ende 2026 eingeführt wird, anstatt wiederholt Besuchervisa zu beantragen – Details dazu stehen jedoch noch aus.
Quelle: The Tribune

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