
Die Billigfluggesellschaft Jazeera Airways hat die Aussetzung von neun Direktverbindungen zwischen Kuwait-Stadt und sekundären indischen Städten vom 10. April bis 15. Mai 2026 angekündigt. Betroffen sind Ziele wie Goa, Kannur, Kozhikode, Lucknow, Madurai, Mangaluru, Coimbatore, Tiruchirappalli und Vijayawada. Die Airline nennt „betriebliche Herausforderungen“ ohne nähere Details, Branchenquellen verweisen jedoch auf Personalplanungsprobleme, ausgelöst durch verlängerte Umwege im Luftraum des Nahen Ostens und hohe Treibstoffpreise. Die Pause fällt in die Zeit vor der geschäftigen Sommerferienperiode, in der Tausende indische Expats aus Kuwait in ihre Heimat fliegen. Da die bilateralen Flugrechte zwischen Kuwait und Indien relativ restriktiv sind, sind die Plätze bei Alternativanbietern wie IndiGo, Air India Express und Kuwait Airways bereits knapp. Reiseveranstalter melden Preissteigerungen von 15 bis 20 Prozent bei den verbleibenden Optionen, während Unternehmen, die Offshore-Ölfeldpersonal über südindische Flughäfen rotieren, versuchen, Umleitungen über Dubai oder Doha zu organisieren. Jazeera versichert, dass Passagiere volle Rückerstattungen oder Umbuchungshilfen erhalten und dass einige Verbindungen über Zwischenstopps in Dammam, Saudi-Arabien, erhalten bleiben. Rund 500 Mitarbeiter im Boden- und Callcenter-Bereich wurden umgeschichtet, um Kundenanfragen zu bearbeiten. Da die Flüge außerhalb der EU stattfinden, gelten die EC 261 Entschädigungsregeln nicht, jedoch verlangen indische Verbraucherschutzrichtlinien weiterhin schnelle Rückerstattungen und Betreuung. Die Störung verdeutlicht die Fragilität der Flugkapazitäten zwischen dem Golf und Indien, wo punkt-zu-punkt Arbeitsverkehr mit Verbindungen über Drittstaaten konkurriert. Die kuwaitische Generaldirektion für Zivilluftfahrt hat bislang nicht bekannt gegeben, ob vorübergehende Verkehrsrechte an andere Airlines vergeben werden. Reisehinweis: Betroffene Passagiere sollten proaktiv Umbuchungsoptionen prüfen; bei Anschlussflügen können kuwaitische Transitvisa oder erneutes Einchecken des Gepäcks erforderlich sein. Unternehmen mit großen Belegschaften im Golfraum sollten erwägen, Fluggesellschaften und Routen zu diversifizieren, um sich gegen ähnliche Störungen abzusichern.
Quelle: AirHelp