
Polen hat am 9. April 25 pakistanische Staatsbürger abgeschoben, die versucht hatten, über Belarus in die Europäische Union einzureisen. Die Behörden sprechen von einer organisierten Schleuseraktion. Die Gruppe wurde nach beschleunigten Verwaltungsverfahren mit einem Charterflug von Warschau nach Islamabad gebracht. Polnische Beamte erklärten, die Migranten seien durch den Białowieża-Waldkorridor eingereist, begleitet von Schleusern, die pro Person bis zu 40.000 PLN (ca. 8.900 €) verlangen. Nach der Abfangaktion durch Grenzbeamte wurden sie in einem bewachten Zentrum festgehalten, während Warschau die Rückführung mit Islamabad koordinierte. Der Vorfall verdeutlicht die anhaltende sicherheitspolitische Dimension des Belarus-Korridors, den EU-Regierungen Minsk vorwerfen, als Druckmittel gegen Nachbarstaaten zu nutzen. Seit Januar hat Polen über 300 Drittstaatsangehörige mit Schnellverfahren zurückgeführt, ermöglicht durch Änderungen im Jahr 2024, die Abschiebungen innerhalb von 48 Stunden erlauben, sofern kein Asylantrag gestellt wird. Für Arbeitgeber ist der Fall eine Mahnung, dass aus dem Ausland rekrutierte Fachkräfte ihre legalen Einreisemöglichkeiten nachweisen müssen; die Einstellung von Personen, die später als irregulär eingereist entlarvt werden, kann zu Bußgeldern und Reputationsschäden führen. Mobilitätsteams sollten zudem mögliche Vergeltungsmaßnahmen Pakistans im Blick behalten, das bereits strengere Dokumentenkontrollen für kurzfristige polnische Visa angedeutet hat.
Quelle: Pakistan Today
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