
Polen hat am 10. April 2026 um 00:01 Uhr offiziell auf das neue Ein- und Ausreisesystem (EES) der Europäischen Union umgestellt und damit eine 18-monatige Übergangsphase abgeschlossen, die im Oktober 2025 mit Pilotversuchen am Flughafen Warschau-Chopin begann. Bei einer Pressekonferenz am Hauptstadtflughafen bestätigten Innenminister Marcin Kierwiński und der Kommandeur der Grenzpolizei, General Robert Bagan, dass nun alle 71 Land-, See- und Luftgrenzstellen Polens mit biometrischen Kiosken ausgestattet sind, die bei der ersten Einreise von Drittstaatsangehörigen vier Fingerabdrücke sowie ein Gesichtsfoto erfassen. Das EES ersetzt das manuelle Abstempeln von Pässen durch eine EU-weite Datenbank, die Datum, Uhrzeit und Ort jeder Grenzüberquerung speichert und automatisch die verbleibenden Tage gemäß der 90-Tage-in-180-Tage-Regel berechnet.
Polnische Behörden gaben bekannt, dass in der „Schattenphase“ vom 12. Oktober 2025 bis 9. April 2026 bereits 2,1 Millionen individuelle Datensätze erstellt und 5,8 Millionen Grenzübertritte erfasst wurden. Für Geschäftsreisende bedeutet die größte unmittelbare Änderung die Reiseplanung: Reisende aus Großbritannien, den USA, Indien und anderen visumfreien Ländern müssen bei ihrer ersten Einreise nach dem 10. April biometrische Daten erfassen lassen, was voraussichtlich zwei bis fünf Minuten pro Person zusätzlich in Anspruch nimmt. Fluggesellschaften, die nicht überprüfen, ob Reisende bereits registriert sind, riskieren Bußgelder, falls Passagiere die Beförderung oder Einreise verweigert wird. Polen hält zudem bis zum Sommer zusätzliche mobile Teams an stark frequentierten Flughäfen bereit, um Anlaufschwierigkeiten zu bewältigen.
Die Behörden warnten außerdem, dass Drittstaatsangehörige, die zuvor – auch nur kurz – überzogen haben, nun automatisch markiert werden, was es erschwert, einen Überaufenthalt durch eine kurze Ausreise aus dem Schengen-Raum „zurückzusetzen“. Obwohl einige Nachbarstaaten Bedenken wegen möglicher Wartezeiten zu Spitzenzeiten geäußert haben, geht die EU-Kommission davon aus, dass das System nach der anfänglichen Registrierungswelle letztlich die Abfertigungszeiten verkürzen wird. Die polnischen Behörden kündigten als nächsten Meilenstein die Einführung von ETIAS, der elektronischen Reisegenehmigung, für Ende 2026 an.
Polnische Behörden gaben bekannt, dass in der „Schattenphase“ vom 12. Oktober 2025 bis 9. April 2026 bereits 2,1 Millionen individuelle Datensätze erstellt und 5,8 Millionen Grenzübertritte erfasst wurden. Für Geschäftsreisende bedeutet die größte unmittelbare Änderung die Reiseplanung: Reisende aus Großbritannien, den USA, Indien und anderen visumfreien Ländern müssen bei ihrer ersten Einreise nach dem 10. April biometrische Daten erfassen lassen, was voraussichtlich zwei bis fünf Minuten pro Person zusätzlich in Anspruch nimmt. Fluggesellschaften, die nicht überprüfen, ob Reisende bereits registriert sind, riskieren Bußgelder, falls Passagiere die Beförderung oder Einreise verweigert wird. Polen hält zudem bis zum Sommer zusätzliche mobile Teams an stark frequentierten Flughäfen bereit, um Anlaufschwierigkeiten zu bewältigen.
Die Behörden warnten außerdem, dass Drittstaatsangehörige, die zuvor – auch nur kurz – überzogen haben, nun automatisch markiert werden, was es erschwert, einen Überaufenthalt durch eine kurze Ausreise aus dem Schengen-Raum „zurückzusetzen“. Obwohl einige Nachbarstaaten Bedenken wegen möglicher Wartezeiten zu Spitzenzeiten geäußert haben, geht die EU-Kommission davon aus, dass das System nach der anfänglichen Registrierungswelle letztlich die Abfertigungszeiten verkürzen wird. Die polnischen Behörden kündigten als nächsten Meilenstein die Einführung von ETIAS, der elektronischen Reisegenehmigung, für Ende 2026 an.
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