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Die polnische Grenzpolizei meldet keine illegalen Grenzübertritte aus Belarus, während die internen Kontrollen mit Deutschland und Litauen fortgesetzt werden.

Apr. 10, 2026
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Die polnische Grenzpolizei meldet keine illegalen Grenzübertritte aus Belarus, während die internen Kontrollen mit Deutschland und Litauen fortgesetzt werden.
Die polnische Grenzpolizei (Straż Graniczna) veröffentlichte am 9. April frühmorgens eine Mitteilung, in der bestätigt wurde, dass in den vorangegangenen 24 Stunden keine Versuche einer Grenzüberquerung an der polnisch-belarusischen Grenze festgestellt wurden. Gleichzeitig kontrollierten die Beamten 5.600 Reisende und 2.500 Fahrzeuge an den polnisch-litauischen Grenzübergängen sowie weitere 3.900 Reisende und 1.900 Fahrzeuge an der polnisch-deutschen Grenze und verweigerten insgesamt elf Personen die Einreise.

Warschau hatte im Juli 2025 die Kontrollen an den normalerweise offenen Grenzen zu Deutschland und Litauen wieder eingeführt, mit Verweis auf zunehmende „sekundäre“ Migrationsbewegungen aus dem Osten. Die aktuelle Regelung, die am 5. April verlängert wurde, hält die Kontrollen bis zum 1. Oktober 2026 aufrecht und erlaubt stichprobenartige Dokumenten- und Sicherheitskontrollen innerhalb eines 15 Kilometer breiten Streifens auf polnischem Staatsgebiet.

Die polnische Grenzpolizei meldet keine illegalen Grenzübertritte aus Belarus, während die internen Kontrollen mit Deutschland und Litauen fortgesetzt werden.


Behörden berichten, dass die Maßnahme seit Beginn fast 1.000 Einreiseverweigerungen zur Folge hatte und mehrere Menschenschmuggelringe aufgedeckt wurden. Für Manager der Unternehmensmobilität ist die Botschaft klar: Bus- und Lkw-Teams, entsandte Mitarbeiter und Geschäftsreisende müssen in diesem Sommer mit verstärkten Kontrollen rechnen. Da die Kontrollen gemäß dem Schengener Grenzkodex als „vorübergehend“ gelten, bleiben die Transportunternehmen rechtlich verpflichtet sicherzustellen, dass alle Passagiere – EU-Bürger wie Nicht-EU-Bürger – gültige Reisedokumente sowie gegebenenfalls polnische Aufenthaltstitel oder Schengen-Visa besitzen.

Unternehmen haben bereits begonnen, die geplanten Fahrzeiten auf den Korridoren A2, A4 und S22 um 30 bis 45 Minuten zu verlängern, um mögliche Kontrollen einzuplanen. Die Daten der Grenzpolizei zeigen zudem eine deutliche Ost-West-Differenz: Während der Druck an der belarussischen Grenze dank des mehrschichtigen Zauns und des intelligenten Sensorsystems nachgelassen hat, dominieren an der deutsch-polnischen Grenze zunehmend Rückführungen von Migranten, denen in Deutschland die Einreise verweigert wurde. Logistikunternehmen warnen, dass wiederholte Dokumentenkontrollen zu Engpässen in den Just-in-Time-Lieferketten zwischen Posen, Breslau und Berlin führen.

Blickt man in die Zukunft, deutet das Innenministerium an, dass die Kontrollen schrittweise aufgehoben werden könnten, sobald das neue biometrische Ein- und Ausreisesystem (EES) der EU vollständig einsatzbereit ist. Bis dahin sollten Personal- und Reiseteams ihre Mitarbeiter weiterhin auf mögliche Identitätsprüfungen vor Ort vorbereiten und Notfallpläne für Fälle von Einreiseverweigerungen bereithalten.
Quelle: Tysol.pl

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