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Visafreie Regelungen führen im ersten Quartal 2026 zu einem Anstieg der Auslandsankünfte in China um 30 %

Apr. 12, 2026
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Visafreie Regelungen führen im ersten Quartal 2026 zu einem Anstieg der Auslandsankünfte in China um 30 %
Chinas Experiment mit einseitiger und gegenseitiger visumfreier Einreise verändert die Mobilität von Ausländern rasant. Neue Zahlen der Nationalen Einwanderungsbehörde (NIA) zeigen, dass zwischen Januar und März 2026 insgesamt 8,32 Millionen Ausländer ohne Visum nach China eingereist sind – fast ein Drittel mehr als im gleichen Zeitraum des Vorjahres. Insgesamt unternahmen ausländische Staatsangehörige 21,33 Millionen Reisen, ein Anstieg von 22,3 %, und übertrafen damit das Wachstum bei Reisen von Festlandchinesen sowie Bewohnern Hongkongs, Macaos und Taiwans. Da visumfreie Reisende inzwischen 77,9 % aller Auslandeinreisen ausmachen, berichten Unternehmen von deutlich kürzeren Vorlaufzeiten für Geschäftsreisen, Werksprüfungen und Kundendienstbesuche.

Diese Entwicklung ist das Ergebnis einer zweijährigen Kampagne Pekings, um nach der Pandemie die globalen zwischenmenschlichen Verbindungen wiederherzustellen. Inhaber von Pässen aus 15 europäischen Ländern, Großbritannien, Kanada und Malaysia können nun 30 Tage visumfrei bleiben, während die 144-Stunden-Transitvisumfreiheit inzwischen 60 Häfen abdeckt. Wirtschaftsverbände wie die Europäische Handelskammer berichten, dass die Planung von Tür-zu-Tür-Reisen im Durchschnitt von drei Wochen auf drei Tage verkürzt wurde, was Unternehmen ermöglicht, Techniker und Vertriebsteams kurzfristig einzusetzen. Auch der Tourismussektor profitiert: C-trip meldet einen Anstieg der Buchungen von Pauschalreisen um 87 % im Jahresvergleich.

Visafreie Regelungen führen im ersten Quartal 2026 zu einem Anstieg der Auslandsankünfte in China um 30 %


Hinter den beeindruckenden Zahlen digitalisiert die NIA still und leise begleitende Prozesse. Seit März können ausländische Besucher, die in Privatunterkünften wohnen – was bei kurzfristigen Entsendungen und Remote-Arbeitern üblich ist – ihre Adresse über das Mini-Programm „NIA 12367“ in sieben Pilotprovinzen registrieren. Dies erspart den mühsamen Gang zur Polizeistation und soll noch in diesem Jahr landesweit eingeführt werden. Dieselbe Plattform bearbeitete allein im ersten Quartal 51 Millionen Informationsanfragen, was die große Nachfrage nach englischsprachiger Beratung zu Visa, Arbeitserlaubnissen und Steuerfragen unterstreicht.

Mobility-Manager in Unternehmen sollten beachten, dass Überziehungen weiterhin mit einer Geldstrafe von 500 RMB pro Tag geahndet werden und dass visumfreie Einreise keine Arbeitserlaubnis beinhaltet. Kurzfristige geschäftliche Aktivitäten wie Meetings, Inbetriebnahmen von Anlagen und Messebesuche sind erlaubt, produktive Arbeit erfordert jedoch ein Z-Visum und eine Arbeitserlaubnis. Personalabteilungen wird empfohlen, die Einsatzbereiche genau zu prüfen und die Download-Links für die Unterkunftsregistrierung in den Abreiseunterlagen bereitzuhalten.

Da China bis 2030 jährlich 80 Millionen ausländische Ankünfte anstrebt, erwarten Analysten weitere Liberalisierungen. Verhandlungen über gegenseitige Visumfreiheit mit wichtigen ASEAN- und lateinamerikanischen Handelspartnern sollen sich in der „Endphase“ befinden, und die Behörden prüfen ein elektronisches Reisegenehmigungssystem (ETA) nach dem Vorbild von Singapur und der EU.
Quelle: China Daily

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