
Der Staatsrat Chinas hat am 11. April die Pilot-Freihandelszone China (Innere Mongolei) vorgestellt und damit das nationale Netzwerk der Freihandelszonen auf 23 erweitert. Die Zone ist entlang des Wirtschafts-Korridors China–Mongolei–Russland verankert. Die 103 Quadratkilometer große Zone erstreckt sich über Hohhot, Manzhouli und Ordos und verfolgt ein ungewöhnlich klares Ziel: die Erprobung eines „Single-Window“-Zollabfertigungssystems für grenzüberschreitenden E-Commerce sowie die Einführung eines punktebasierten Arbeitserlaubnissystems, um ausländische Fachkräfte aus dem Bergbau und dem Bereich erneuerbare Energien in die dünn besiedelte Region zu locken. Für Verantwortliche von Mobilitätsprogrammen ist die Ankündigung besonders relevant, da Freihandelszonen als regulatorische Testfelder fungieren. So haben die Behörden in der Freihandelszone Hainan beispielsweise die Bearbeitungszeit für Z-Visa auf fünf Arbeitstage verkürzt und qualifizierte Expats von der individuellen Einkommenssteuer (IIT) über der 15 %-Grenze befreit. Quellen aus dem Handelsministerium der Inneren Mongolei deuten auf ähnliche Anreize für Gemeinschaftsunternehmen in der Seltenen-Erden-Verarbeitung hin, die stark auf ausländische Metallurgen angewiesen sind. Unternehmen, die bereits im benachbarten Erenhot Landhafen-Cluster tätig sind, erwarten, dass die neue Freihandelszone den Import- und Exportpapierkram um 30 % reduziert, sobald die Zollsysteme später in diesem Jahr in Betrieb gehen. Berater empfehlen, die bis Ende Juni erwarteten Umsetzungsregeln genau zu verfolgen, insbesondere jene, die Aufenthaltsgenehmigungen für Familienmitglieder und die gegenseitige Anerkennung von Berufslizenzen betreffen.
Quelle: Xinhua
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