
Rai News berichtet, dass trotz eines leichten Rückgangs der Kraftstoffpreise am Wochenende italienische Logistikunternehmen weiterhin besorgt sind über Engpässe bei Flugbenzin und Diesel, die durch den reduzierten Tankerverkehr im Golfgebiet ausgelöst wurden. Der nationale Speditionsverband FAI warnte am 12. April, dass er zu einem landesweiten Streik bereit sei, falls die Regierung nicht strategische Reserven freigibt oder Steuererleichterungen für Kraftstoff gewährt. Ein Schreiben des europäischen Flughafenverbands an Brüssel, das in der Sendung zitiert wurde, warnt, dass bei einer anhaltenden Sperrung der Straße von Hormus die Kerosinbestände an EU-Drehkreuzen innerhalb von drei Wochen kritisch niedrig werden könnten – was im Hochsommer zu Flugausfällen an den Flughäfen Mailand Malpensa und Rom Fiumicino führen könnte. Italienische Fluggesellschaften bunkern bereits zusätzliches Kerosin auf Langstreckenflügen, was Gewicht und Kosten erhöht. Das Ministerium für Unternehmen und Made in Italy überwacht die Lieferungen der Raffinerien und hat die Ölkonzerne für Dienstag zu Gesprächen eingeladen. Energieminister Gilberto Pichetto deutete an, dass Ende April eine vorübergehende Senkung der Verbrauchssteuer geprüft werden könnte, falls die Großhandelspreise weiterhin volatil bleiben. Für Manager im Bereich globale Mobilität stellen die doppelte Bedrohung durch höhere Treibstoffzuschläge und einen möglichen Lkw-Fahrerstreik eine Gefahr für Tür-zu-Tür-Umzüge und Just-in-Time-Lieferketten dar. Als Notfallmaßnahmen werden der Umstieg auf den Schienengüterverkehr oder die Reservierung spezieller Tankverträge für Firmen-Shuttleflotten in der Nähe betroffener Flughäfen erwogen.
Quelle: Rai News 24