
Der irische Einwanderungsdienst (ISD) hat die für den 14. und 15. April im INEC Killarney geplanten Einbürgerungszeremonien abgesagt. Als Grund werden die „anhaltenden Belastungen bei Kraftstoff, Reisen und Transportdiensten im ganzen Land“ genannt. Rund 3.000 Antragsteller, die diese Woche mit der Aushändigung ihrer Einbürgerungsurkunden gerechnet hatten, wurden per E-Mail informiert und auf spätere Termine umgebucht. Die Entscheidung folgt auf wochenlange Proteste gegen steigende Kraftstoffpreise, die wichtige Häfen und Lagerhäuser blockierten und dadurch Lieferengpässe sowie erhebliche Verkehrsbehinderungen verursachten. Obwohl der öffentliche Nahverkehr größtenteils wieder läuft, erklärte das ISD, dass viele Teilnehmer Schwierigkeiten hätten, rechtzeitig nach Kerry zu gelangen. Die Absage verdeutlicht die Anfälligkeit großer Mobilitätsveranstaltungen für externe Störungen in der Lieferkette. Die Rückstände bei Einbürgerungen waren 2025 deutlich geschrumpft, nachdem das Justizministerium die Kapazitäten für Zeremonien verdoppelt hatte, weshalb die Behörde betont, dass es sich um eine vorübergehende Verschiebung handelt. Dennoch müssen betroffene Antragsteller mit weiteren Verzögerungen bei der Ausstellung irischer Pässe rechnen, was internationale Einsätze und Familienreisen erschweren kann. Arbeitgeber, die neue Staatsbürger für Auslandseinsätze unterstützen, sollten Projektpläne überprüfen und sicherstellen, dass die Arbeitserlaubnis während der Wartezeit auf die Vereidigung gültig bleibt. Das ISD rät den Eingeladenen, ihre E-Mails auf neue Termine zu prüfen und keine nicht erstattungsfähigen Reisen zu buchen, bevor eine Bestätigung vorliegt.
Quelle: Immigration Service Delivery