
Die Initiative „Austria Focus India“ der TU Austria zeigt erste greifbare Erfolge: Im April sind 200 indische Masterstudierende an der TU Wien, TU Graz und Montanuniversität Leoben gestartet, um Programme in Künstlicher Intelligenz, Nachhaltigkeitstechnik und Werkstoffwissenschaften zu absolvieren. Das Projekt wird bis 2027 mit fünf Millionen Euro Bundesmitteln gefördert und von VFS Education Services betreut, die Zulassungsberatung, Visatermine und Vorbereitungsgespräche bündeln. Die Initiative baut auf dem bilateralen Migrationspakt von 2023 auf, der schnelle Visa-Verfahren für hochqualifizierte Fachkräfte ermöglicht. Die Studierenden profitieren von Studiengebühren von rund 1.500 Euro pro Jahr – deutlich günstiger als in Großbritannien oder den USA – und erhalten nach dem Abschluss einen direkten Zugang zur Rot-Weiß-Rot-Karte. Für Unternehmen, die mit einem Mangel von 40.000 Fachkräften im MINT-Bereich kämpfen, bietet das Programm eine neue Generation englischsprachiger Ingenieure, die innerhalb von 24 Monaten verfügbar sind. Aus Sicht der Mobilitätsprogramme sollten Personalabteilungen beachten, dass die Teilnehmer mit ihrem Studentenvisum bis zu 20 Stunden pro Woche arbeiten dürfen, was Praktikumsmöglichkeiten lange vor einer Festanstellung eröffnet. Die Universitäten planen bereits gemeinsame Karrieremessen mit Unternehmen wie Siemens und OMV für den Herbst 2026. Die Organisatoren rechnen damit, dass die Zahl der Studierenden im nächsten Studienjahr auf 300 steigt und bis 2027 sogar 500 erreicht – ein Umfang, der den zukünftigen Fachkräftezuzug nach Österreich deutlich vergrößern könnte.
Quelle: TerraTern
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