
Der Gouverneur der syrischen Zentralbank, Abdulqader Al-Hasriya, führte am 20. April in Wien direkte Gespräche mit dem Chef der Österreichischen Nationalbank, Martin Kocher. Dabei wurden die Grundlagen für den ersten Korrespondenzbank-Korridor zwischen den beiden Ländern seit der Lockerung der EU-Sanktionen gelegt. Die Parteien prüften technische Schritte zur Reaktivierung eines ruhenden Kontos der syrischen Zentralbank bei der Raiffeisen Bank sowie zur Erprobung digitaler grenzüberschreitender Zahlungssysteme, die den EU-Vorgaben zur Geldwäscheprävention entsprechen.
Für die rund 18.000 legal in Österreich lebenden Syrer – viele mit subsidiärem Schutzstatus – könnte dieser Schritt informelle Hawala-Kanäle durch regulierte und kostengünstigere Überweisungen ersetzen. Auch internationale Arbeitgeber, die syrische Fachkräfte in Wiens IT- und Ingenieurssektoren beschäftigen, würden profitieren, da Gehalts- und Pensionszahlungen an Familienangehörige in Damaskus oder Aleppo erleichtert würden.
Ein konkretes Datum für die Wiedereröffnung wurde zwar nicht festgelegt, doch beide Banken vereinbarten ein Folgetreffen im Oktober. Mobilitätsteams sollten daher bestehende Vergütungsmodelle, die hohe Überweisungsgebühren einkalkulieren, überprüfen und sich auf den Umstieg auf standardisierte SEPA-ähnliche Transfers vorbereiten, sobald die Compliance-Richtlinien genehmigt sind.
Die Gespräche unterstreichen zudem Österreichs umfassendere Strategie, humanitäre Migrationspolitik mit wirtschaftlicher Integration zu verbinden und finanzielle Inklusion als Stabilitätsfaktor zu nutzen. Gelingt das Modell, könnte es als Vorlage für andere EU-Staaten dienen, die nach der Aufhebung von Sanktionen wieder mit betroffenen Volkswirtschaften kooperieren wollen.
Für die rund 18.000 legal in Österreich lebenden Syrer – viele mit subsidiärem Schutzstatus – könnte dieser Schritt informelle Hawala-Kanäle durch regulierte und kostengünstigere Überweisungen ersetzen. Auch internationale Arbeitgeber, die syrische Fachkräfte in Wiens IT- und Ingenieurssektoren beschäftigen, würden profitieren, da Gehalts- und Pensionszahlungen an Familienangehörige in Damaskus oder Aleppo erleichtert würden.
Ein konkretes Datum für die Wiedereröffnung wurde zwar nicht festgelegt, doch beide Banken vereinbarten ein Folgetreffen im Oktober. Mobilitätsteams sollten daher bestehende Vergütungsmodelle, die hohe Überweisungsgebühren einkalkulieren, überprüfen und sich auf den Umstieg auf standardisierte SEPA-ähnliche Transfers vorbereiten, sobald die Compliance-Richtlinien genehmigt sind.
Die Gespräche unterstreichen zudem Österreichs umfassendere Strategie, humanitäre Migrationspolitik mit wirtschaftlicher Integration zu verbinden und finanzielle Inklusion als Stabilitätsfaktor zu nutzen. Gelingt das Modell, könnte es als Vorlage für andere EU-Staaten dienen, die nach der Aufhebung von Sanktionen wieder mit betroffenen Volkswirtschaften kooperieren wollen.
Quelle: SP Today