
Ein rascher Anstieg der Kerosinpreise infolge des Konflikts im Nahen Osten hat Lufthansa dazu veranlasst, mehrere margenarme europäische Verbindungen auszusetzen, darunter Flüge von Frankfurt nach Bydgoszcz und Rzeszów. Der Verkehrsexperte Adrian Furgalski erklärte gegenüber der Tageszeitung *Fakt*, dass polnische Flughäfen dank der heimischen Raffineriekapazitäten relativ geschützt seien, Reisende jedoch mit Kettenreaktionen von Flugausfällen auf der Zielseite rechnen müssten. Die deutsche Fluggesellschaft wird voraussichtlich Frequenzen konsolidieren, anstatt ganze Strecken aufzugeben, doch selbst eine Reduzierung um 10 % könnte sich auf Codeshare-Partner und Gepäckabkommen auswirken, die von Geschäftsreisenden genutzt werden. Reisemanagement-Teams sollten die Mindestumsteigezeiten im Blick behalten, da gemischte Flugverbindungen möglicherweise über Drehkreuze mit besserer Treibstoffverfügbarkeit umgebucht werden. Höhere Treibstoffkosten erhöhen zudem die Wahrscheinlichkeit kurzfristiger Zuschlagserhöhungen. Nach EU-Verordnung 261 dürfen Airlines Treibstoffzuschläge erheben, sofern diese vor Reiseantritt kommuniziert werden, was Beschaffungsmanager dazu zwingt, Budgets für Sommerprojekte im DACH-CEE-Korridor neu zu kalkulieren. Quellen der polnischen Luftfahrtbehörde berichten, dass LOT über Notfallbestände verfügt, jedoch bei einer Verknappung in Nachbarmärkten mit steigenden Tarifen rechnen muss. Unternehmen wird geraten, alternative Routen, etwa über Kopenhagen oder Wien, zu nutzen und flexible Tarife zu sichern, die Umbuchungen ohne hohe Strafgebühren ermöglichen.
Quelle: Fakt