
Indiens Innenministerium hat die Gebührenstruktur für Dienstleistungen im Rahmen des Overseas Citizen of India (OCI)-Programms ab dem 1. April 2026 grundlegend überarbeitet und eine Strafgebühr von 25 US-Dollar für Karteninhaber eingeführt, die ihre Daten nicht innerhalb von drei Monaten nach Erhalt eines neuen Reisepasses aktualisieren. Dies berichtete Business Today am 24. April. Neue Anmeldungen innerhalb Indiens kosten nun 15.000 ₹, während Anträge im Ausland mit 275 US-Dollar (bzw. dem entsprechenden Gegenwert in der Landeswährung) veranschlagt werden. Die Neuausstellung aufgrund von Reisepassverlängerung oder Änderungen persönlicher Daten kostet 25 US-Dollar, und Ersatzkarten für verlorene oder beschädigte Dokumente steigen auf 100 US-Dollar. Mit dieser Maßnahme wird eine zuvor uneinheitliche Gebührenpraxis an den einzelnen Vertretungen vereinheitlicht und die Finanzierung verbesserter biometrischer Erfassungssysteme an indischen Auslandsvertretungen sichergestellt. Mit über 6 Millionen OCI-Inhabern weltweit fungiert das Programm als lebenslang gültiges Mehrfacheinreisevisum und gewährt wirtschaftlich weitgehend Gleichstellung mit Non-Resident Indians. Experten für Mobilität weisen darauf hin, dass die strengeren Compliance-Regeln – insbesondere die Strafgebühr bei verspäteter Aktualisierung – viele Auswanderer überraschen dürften, da das bisherige System vor allem auf Kulanzhinweise setzte. Arbeitgeber, die Führungskräfte im Ausland beschäftigen, sollten ihre Mobilitäts-Checklisten anpassen und die Nachverfolgung von OCI-Reisepassverlängerungen integrieren, vor allem bei Familien mit minderjährigen Kindern, deren Pässe häufig wechseln. Die Gebührenerhöhung betrifft zudem die weiterhin häufigen PIO-zu-OCI-Umwandlungen im Golfraum und Südostasien.
Quelle: Business Today
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