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OCI-Überarbeitung: Indien streicht 6-Monats-Aufenthaltsregel und überarbeitet Gebühren

Apr. 24, 2026
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OCI-Überarbeitung: Indien streicht 6-Monats-Aufenthaltsregel und überarbeitet Gebühren
Die Overseas Citizenship of India (OCI)-Karte – Indiens bevorzugter langfristiger Status für Personen indischer Herkunft – hat ihre größte Regeländerung seit einem Jahrzehnt erfahren. Zwei separate Mitteilungen im April haben die bisherige Vorschrift aufgehoben, dass Ausländer sechs zusammenhängende Monate in Indien leben müssen, bevor sie einen OCI-Antrag im Land stellen können. Zudem wurde eine neue Gebührenordnung eingeführt, die ab dem 1. April 2026 gilt.

Nach dem alten System mussten ausländische Ehepartner und Kinder, die mit Touristen- oder Einreisevisa kamen, ein halbes Jahr warten, bevor sie ihre Unterlagen einreichen konnten – ein Ärgernis für international mobile Familien. Seit dem 8. April entfällt diese Wartezeit; ein gültiges indisches Visum und vollständige Dokumente reichen nun aus. Konsulate akzeptieren keine postalischen Einsendungen mehr – Antragsteller müssen persönlich in einem VFS Global-Zentrum oder einer indischen Vertretung erscheinen, um biometrische Daten abzugeben.

Erstmals sind die Gebühren gestaffelt: Eine neue OCI-Karte aus dem Ausland kostet weiterhin 275 US-Dollar, die Neuausstellung bei Namensänderungen wurde auf 25 US-Dollar gesenkt, und eine Ersatzkarte bei Verlust oder Beschädigung kostet 100 US-Dollar. Wird die dreimonatige Frist zur Vorlage eines erneuerten Reisepasses verpasst, fällt eine Verspätungsgebühr von 25 US-Dollar an.

OCI-Überarbeitung: Indien streicht 6-Monats-Aufenthaltsregel und überarbeitet Gebühren


Praktisch müssen OCI-Inhaber sich auf ein komplett digitales Ankunftsverfahren einstellen. Physische Einreisekarten entfallen und werden durch ein verpflichtendes elektronisches Ankunftsformular ersetzt, das vor Abflug eingereicht werden muss; ohne QR-Code kann die Fluggesellschaft die Beförderung verweigern.

Mobility-Teams, die Kurzzeiteinsätze organisieren, sollten die Profile ihrer Reisenden überprüfen: Ein Mitarbeiter, der im Ausland heiratet, kann seine OCI-Daten jetzt günstiger und schneller aktualisieren – allerdings nur mit einem Konsulatstermin am selben Tag. Für Arbeitgeber bedeutet das vor allem mehr Flexibilität: Angehörige können den OCI-Status in einer einzigen Indienreise statt zwei erhalten, und die Personalabteilung kann mit planbaren, niedrigeren Kosten für Neuausstellungen rechnen.

Der Nachteil liegt in der Logistik: Dokumente können nicht mehr aus kleineren Städten per Kurier an eine Vertretung geschickt werden – Mitarbeiter müssen zum nächstgelegenen VFS-Zentrum reisen. Erste Rückmeldungen aus New York und San Francisco zeigen, dass Termine Wochen im Voraus ausgebucht sind, weshalb Programmverantwortliche ausreichend Vorlaufzeit in die Einsatzplanung einbauen sollten.
Quelle: InvestMates

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