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Finnland will russische Freiwillige abschieben, die die Ukraine unterstützten, nachdem ihr Asylantrag abgelehnt wurde

Apr. 26, 2026
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Finnland will russische Freiwillige abschieben, die die Ukraine unterstützten, nachdem ihr Asylantrag abgelehnt wurde
Ein Bezirksgericht in Turku wird heute Nachmittag, am 26. April, darüber entscheiden, ob Olga Belova und ihr Sohn Nikita Belov bis zu ihrer Abschiebung nach Russland in Haft bleiben sollen. Das Paar, das 2024 nach Finnland kam und sich im humanitären Netzwerk FinÉst Volunteers engagierte, wurde Anfang des Monats aus Sicherheitsgründen der Asyl verweigert, nachdem Behörden erfahren hatten, dass sie Drohnenteile und anderes Material an die ukrainischen Streitkräfte geliefert hatten. Laut dem Rechercheportal EADaily hatten die Belovs 15 Fernseher, Fahrzeugbatterien und einen 3D-Drucker bereitgestellt, den eine ukrainische Aufklärungseinheit zur Herstellung von Ersatzteilen im Feld nutzte. Sie argumentierten, eine Abschiebung würde sie wegen der Kriegsverratsgesetze in Russland lebenslanger Haft aussetzen, doch sowohl der finnische Migrationsdienst als auch das Verwaltungsgericht lehnten ihren Schutzantrag ab. Polizeibeamter Janne Lepsu erklärte im Echo Helsinki Radio, dass seit Januar 15 bis 20 Personen über die weiterhin geschlossene östliche Landgrenze Finnlands unter ähnlichen Verfahren abgeschoben wurden. Die Menschenrechtsorganisation Front Line Defenders fordert das Innenministerium auf, Abschiebungen auszusetzen, bis der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte über einen separaten Antrag auf einstweilige Maßnahmen entschieden hat. Der Fall sorgt bereits in Helsinki für politische Diskussionen, wo Abgeordnete der Grünen-Fraktion Fragen zur Anwendung von nationalen Sicherheitsausnahmen im Asylrecht aufwerfen. Für Teams im Bereich globale Mobilität ist der Fall eine Erinnerung daran, dass die in Finnland bislang seltenen sicherheitsbedingten Statusentzüge zunehmend häufiger werden; Anfang des Monats gab Migri bekannt, seit 2025 bei 14 Personen den internationalen Schutzstatus entzogen zu haben. Arbeitgeber mit russischen oder belarussischen Mitarbeitenden, die sich zivilgesellschaftlich engagieren, sollten ihre Risikoprotokolle überprüfen und sicherstellen, dass rechtlicher Beistand verfügbar ist, falls der Aufenthaltsstatus infrage gestellt wird. Sollte das Gericht die Haft bestätigen, könnten die Belovs Anfang Mai mit einem der wöchentlichen begleiteten Charterflüge nach Moskau gebracht werden, die im Rahmen einer bilateralen Rückübernahmevereinbarung durchgeführt werden. Anwälte betonen, dass dies eine Wiederaufnahme des Verfahrens nahezu unmöglich machen würde, was die Dringlichkeit letzter Berufungen unterstreicht.
Quelle: EADaily

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