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Daten zeigen: EU-Ein- und Ausreisesystem lässt Wartezeiten an der Passkontrolle auf über zwei Stunden steigen – Finnen werden geraten, ihre Sommerreisen großzügiger zu planen

Apr. 27, 2026
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Daten zeigen: EU-Ein- und Ausreisesystem lässt Wartezeiten an der Passkontrolle auf über zwei Stunden steigen – Finnen werden geraten, ihre Sommerreisen großzügiger zu planen
Zwei Wochen nach der verpflichtenden Einführung des biometrischen Ein- und Ausreisesystems (EES) an allen externen Schengen-Grenzen hat die Crowd-Sourcing-Plattform Qsensor die erste unabhängige Momentaufnahme veröffentlicht, wie sich die Technologie auf die Wartezeiten auswirkt. Der Blogbeitrag vom 26. April analysierte Echtzeit-Warteschlangendaten von sieben wichtigen Drehkreuzen, darunter Amsterdam, Zürich und Frankfurt, und verglich die zehn Tage vor und nach der Umstellung am 10. April. Die durchschnittlichen Verzögerungen stiegen um etwa 25 Prozent, doch die Durchschnittswerte verdecken starke Spitzen: In Amsterdam betrug die längste gemessene Wartezeit 100 Minuten, in Zürich und Frankfurt jeweils 120 Minuten. In Mailand Linate verpassten Passagiere Flüge, als die Warteschlangen für Nicht-EU-Bürger auf über drei Stunden anstiegen; Paris-CDG und Madrid meldeten ähnliche „Kiosk-Engpässe“ während der abendlichen Langstreckenflüge. Helsinki Airport konnte bisher die schlimmsten Staus vermeiden, was unter anderem auf Finavias frühzeitige Einführung von 25 biometrischen Selbstbedienungskiosken im vergangenen Herbst und die gestaffelte Abfertigung der nächtlichen asiatischen Finnair-Ankünfte zurückzuführen ist. Dennoch berichtet der Finnische Geschäftsreisendenverband, dass Mitglieder bereits 90 Minuten Pufferzeit für Anschlussflüge einplanen, wenn große Transit-Hubs wie Frankfurt oder Paris involviert sind. Finnische Reiseveranstalter empfehlen Freizeitreisenden, die neue EU-App „Travel to Europe“ – mit der vorab Gesichtserkennung und Fingerabdrücke registriert werden können – rechtzeitig vor Abflug herunterzuladen. Fluggesellschaften warnen unterdessen, dass Anschlussreisende, die wegen EES-bedingter Verzögerungen Flüge verpassen, möglicherweise keinen Anspruch auf EU261-Entschädigung haben, da die Grenzabfertigung außerhalb der Kontrolle der Airlines liegt. Da der Sommerreiseverkehr in acht Wochen seinen Höhepunkt erreicht und die separate ETIAS-Reisegenehmigung für das vierte Quartal 2026 geplant ist, sollten Mobilitätsmanager: 1) bei Buchungen für Langstreckenankünfte in den Schengen-Raum mindestens drei Stunden Umsteigezeit einplanen; 2) Reisende über die einmalige biometrische Registrierung informieren; und 3) das stündliche Warteschlangen-Dashboard von Finavia beobachten, das im Mai online gehen soll. Die Europäische Kommission wird im Juni ihren ersten offiziellen Leistungsbericht veröffentlichen, doch die Qsensor-Daten deuten bereits jetzt darauf hin, dass Unternehmen längere Bodenzeiten und mögliche Übernachtungen bei mehrstufigen Reiserouten einplanen sollten.
Quelle: Qsensor Blog

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