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Parlament unterstützt lebenslange Einreiseverbote für Terrorverdächtige

Apr. 28, 2026
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Parlament unterstützt lebenslange Einreiseverbote für Terrorverdächtige
Das belgische Abgeordnetenhaus hat am 27. April beschlossen, dass das Einwanderungsamt künftig unbegrenzte Einreiseverbote gegen Personen verhängen darf, die in der nationalen Terrorismus-, Extremismus- und Radikalisierungsdatenbank (TER) gelistet sind. Bisher waren solche Verbote auf wenige Jahre begrenzt – im Jahr 2025 überschritten nur 42 von rund 6.000 Anordnungen eine Dauer von 20 Jahren. Nach der von Asyl- und Migrationsministerin Anneleen Van Bossuyt vorangetriebenen Reform kann jeder, der als ernsthafte Sicherheitsbedrohung eingestuft wird, ein Visum oder eine Aufenthaltserlaubnis verweigert bekommen und sowohl im Schengener Informationssystem als auch in der belgischen Nationaldatenbank vermerkt werden. Diese Maßnahme sperrt die betroffene Person effektiv aus dem gesamten Schengen-Raum aus, nicht nur aus Belgien, und befugt Grenzbeamte an Flughäfen wie Brüssel-Zaventem, bereits vor Betreten belgischen Bodens das Boarding zu verweigern. Befürworter sehen in der Änderung eine wichtige Lücke im europäischen Kampf gegen den Terrorismus geschlossen, und verweisen auf den gescheiterten Messerangriff am Hauptbahnhof Antwerpen im vergangenen Jahr durch einen Ausländer, der zuvor nur einem kurzfristigen Einreiseverbot unterlag. Kritiker, darunter die Grünen und die Belgische Arbeiterpartei, warnen, dass lebenslange Ausschlüsse die Wiedereingliederung erschweren und vor dem Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte angefochten werden könnten. Für Unternehmensmobilitätsprogramme betrifft die praktische Auswirkung nur eine kleine Gruppe von Hochrisikoreisenden, doch die Botschaft ist eindeutig: Belgien verschärft seine Einwanderungspolitik. Unternehmen, die Mitarbeiter aus Nicht-EU-Staaten – insbesondere aus Krisenregionen – einstellen, sollten mit strengeren Hintergrundprüfungen rechnen und mehr Zeit für die Bearbeitung von Arbeitserlaubnissen oder C-Visa einplanen.
Quelle: Brussels Signal

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