
Das belgische Außenministerium hat seine schärfste Warnung seit Jahren für Westafrika herausgegeben und alle belgischen Staatsangehörigen in Mali aufgefordert, das Land „sofort“ zu verlassen, nachdem am 25. April koordinierte Angriffe von Dschihadisten und Tuareg-Rebellen in Bamako stattfanden. Obwohl der Flughafen von Bamako wieder geöffnet ist, gilt weiterhin eine nächtliche Ausgangssperre, und Reisen auf dem Landweg werden als äußerst unsicher eingestuft. Das Ministerium rät Reisenden, den Flugstatus genau zu überprüfen, sich im Online-Reisendenportal zu registrieren und Bewegungen auf ein Minimum zu beschränken. Straßenverbindungen in Richtung der Nachbarländer Côte d’Ivoire und Senegal werden aufgrund bewaffneter Kontrollposten nicht empfohlen. Die Warnung wirft wichtige Fragen zur Mobilität für belgische Bergbau-, Logistik- und NGO-Projekte in Mali auf; viele arbeiten mit rotierenden Dienstplänen, die auf den Dakar-Anschluss von Brussels Airlines oder das Pariser Drehkreuz von Air France angewiesen sind. Unternehmen müssen nun ihre Fürsorgepflicht-Protokolle aktivieren, Notfall-Evakuierungsoptionen prüfen und gegebenenfalls Entführungs- und Lösegeldversicherungen überprüfen. Aus Einwanderungssicht sollten Auftragnehmer, die mit Notfalltickets abreisen, darauf achten, dass Ausreisestempel korrekt gesetzt werden, um zukünftige Visaprobleme im oft manuell geführten malischen Grenzsystem zu vermeiden. Belgisches Personal, das bleibt, muss die Botschaft informieren; eine fehlende Registrierung kann zukünftige konsularische Unterstützung erschweren.
Quelle: The Brussels Times
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