
Ministerpräsident **Andrej Babiš** reist heute (29. April 2026) zu einem zweitägigen Staatsbesuch nach Usbekistan, bei dem Transport und Mobilität ganz oben auf der Agenda stehen sollen. Laut der usbekischen Nachrichtenagentur UzA werden die Gespräche mit Präsident Shavkat Mirziyoyev vor allem darauf abzielen, den bilateralen Handel im Maschinenbau, in der grünen Energie und vor allem im Bereich **Transport und Logistik** zu stärken. Begleitende tschechische Regierungsvertreter erklärten gegenüber Journalisten, dass Prag daran interessiert ist, Verkehrsrechte für tschechische Transportunternehmen auf einer möglichen Strecke Prag–Taschkent zu sichern und eine gegenseitige Lockerung der Mehrfacheinreise-Geschäftsvisa zu verhandeln. Usbekistan wiederum strebt tschechische Investitionen in Projekte zur Modernisierung der Eisenbahnsignalisierung und der Straßenbahnproduktion an, um seine städtischen Verkehrssysteme zu modernisieren. Das Interesse der Wirtschaft ist groß: Im Rahmen des Besuchs findet ein Usbekistan-Tschechien-Wirtschaftsforum statt, bei dem die Škoda-Gruppe ihre U-Bahn-Wagentechnologie präsentiert und **ČD Cargo** über Schienengüterverkehrskorridore informiert, die Mitteleuropa über den Kaukasus mit Zentralasien verbinden. Die tschechischen Handelskammern betonen, dass vereinfachte Visaverfahren die Vorlaufzeiten für den Einsatz von Installationsingenieuren und Projektmanagern deutlich verkürzen könnten – ein chronisches Problem für Unternehmen, die öffentliche Ausschreibungen in Usbekistan gewinnen. Regionale Analysten weisen darauf hin, dass die Reise nach einem Zwischenstopp Babišs in Kasachstan erfolgt und eine breitere tschechische Ausrichtung auf die **Märkte Zentralasiens** widerspiegelt, da die Diversifizierung der Lieferketten weg von Russland an Fahrt gewinnt. Ein Memorandum zu Luftverkehrsdiensten würde zudem zur Strategie des Prager Flughafens passen, die Langstreckenverbindungen über das traditionelle EU-Netz hinaus auszubauen. Gelingt die Einigung, könnten bereits im ersten Quartal 2027 gegenseitige **fünfjährige Mehrfacheinreise-Geschäftsvisa** eingeführt werden, begleitet von der Zusage, Charterflüge für die tschechische Expat-Gemeinschaft auf usbekischen Infrastrukturprojekten zu starten. Für globale Mobilitätsmanager eröffnet sich damit ein neuer, verlässlicher Korridor für den Personalwechsel zwischen Prag und Taschkent.
Quelle: KazInform
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