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Die Mission des Europarats lobt die schnelle Integration von 400.000 ukrainischen Flüchtlingen in Tschechien

Apr. 25, 2026
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Die Mission des Europarats lobt die schnelle Integration von 400.000 ukrainischen Flüchtlingen in Tschechien
Eine dreitägige Erkundungsmission der Abteilung für Migration und Flüchtlinge (DMR) des Europarats endete am 24. April in Prag nach einem umfangreichen Programm mit Treffen bei den Innen-, Arbeits-, Bildungs- und Menschenrechtsministerien, UNHCR, IOM und führenden NGOs. Die Delegation wollte sich ein Bild davon machen, wie Tschechien – das EU-Land mit der höchsten Pro-Kopf-Zahl an Menschen, die vor Russlands Krieg gegen die Ukraine fliehen – sich auf das Auslaufen des vorübergehenden Schutzes (Temporary Protection, TP) im Jahr 2027 und die Einführung des neuen „Ukraine-Gesetzes VII“ vorbereitet.

Beamte berichteten der DMR, dass derzeit etwa 382.000 ukrainische Staatsangehörige in Tschechien leben, 90 % der geflüchteten Kinder lokale Schulen besuchen und rund 80 % der Erwachsenen wirtschaftlich aktiv sind. Nach dem Ukraine-Gesetz VII können TP-Inhaber in einen regulären langfristigen Aufenthalt wechseln, wenn sie Mindestanforderungen an Einkommen, Wohnraum und Versicherung erfüllen. Regionale Zentren zur Integration von Migranten werden ausgebaut, und in Prag wurde gerade ein spezielles Ukrainisches Beratungs- und Gemeinschaftszentrum eröffnet, das rechtliche Beratung, Jobvermittlung und Sprachkurse anbietet.

Die Mission des Europarats lobt die schnelle Integration von 400.000 ukrainischen Flüchtlingen in Tschechien


Die DMR lobte den „Ganz-Staat-Ansatz“ Prags, der beschleunigte Tschechischkurse, schnelle Anerkennung ukrainischer Berufsqualifikationen und gezielte Arbeitsmarktprogramme für Gesundheitswesen, Bau und IT umfasst. Dennoch warnten die Beamten, dass es 2027 zu Engpässen bei der Bearbeitung von Aufenthaltstiteln kommen könnte, wenn im Staatshaushalt 2027-29 keine Mittel für Personalaufstockung und digitale Arbeitsabläufe bereitgestellt werden.

Für Arbeitgeber bedeutet dies praktische Empfehlungen: Beginnen Sie jetzt mit der Überprüfung des Aufenthaltsstatus aller ukrainischen Mitarbeitenden und planen Sie Zeit für Anträge auf Statuswechsel Ende 2026 ein. Personalabteilungen sollten zudem die kommenden Innenministerialverordnungen zu Nachweispflichten und Gebühren für die neuen langfristigen Aufenthaltstitel genau verfolgen. Ein verspäteter Wechsel könnte Mitarbeitende und die auf sie angewiesenen Unternehmen in eine rechtliche Grauzone bringen.

Der Europarat wird zudem noch in diesem Jahr ein Handbuch veröffentlichen, das das tschechische Integrationsmodell als Vorbild für andere EU-Staaten mit großen Flüchtlingszahlen vorstellt. Der Fokus liegt auf der Koordination zwischen Behörden, schneller Arbeitsmarktintegration und der Nutzung von EU-Mitteln für Sprachförderung und Kinderbetreuung – Bereiche, in denen Mobility-Manager in Unternehmen ähnliche Unterstützung in anderen Ländern anstoßen können.
Quelle: Council of Europe – Division on Migration and Refugees

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