
Das tschechische Innenministerium hat eine ausführliche Erklärung veröffentlicht, warum es sein bisheriges zweigleisiges System der staatlich finanzierten Rechtsberatung für Asylsuchende und andere Ausländer abgeschafft hat. Bisher wurde die Rechtsberatung sowohl über eine private Anwaltskanzlei als auch über ein Konsortium von NGOs finanziert – eine Konstellation, die laut Ministerium zu unnötigen Überschneidungen führte. Ab dem 28. April 2026 wird ein landesweiter Vertrag mit einem akkreditierten Anwaltsnetzwerk alle Fälle übernehmen, während Gerichte im Verwaltungsverfahren die Anwälte bestellen.
Innenminister Lubomír Metnar weist Medienberichte zurück, wonach die Reform die Kosten drastisch erhöhen werde. Er betont, dass die einmalige Bezahlung vergleichbarer Leistungen über den dreijährigen Rahmenvertrag tatsächlich günstiger sei als die bisherige doppelte Finanzierung. Laut Ministeriumsangaben stellten 2025 nur 1.097 Personen einen Antrag auf internationalen Schutz, und nicht alle benötigten rechtliche Vertretung; ein einheitliches Modell sei daher „vollkommen ausreichend“. Die eingesparten Mittel sollen vom EU-Asyl-, Migrations- und Integrationsfonds (AMIF) in Integrationsprojekte wie Sprachkurse und Berufsberatung umgeschichtet werden – Bereiche, die das Ministerium als chronisch unterfinanziert bezeichnet.
NGOs befürchten, dass die Reform die Expertise der Zivilgesellschaft ausgrenzt und die ganzheitliche Unterstützung für besonders schutzbedürftige Antragsteller einschränken könnte. „Juristen sind vor Gericht stark, aber Asylverfahren erfordern oft sozialarbeiterische Nachbetreuung, die traditionelle Kanzleien nicht leisten“, erklärt Klára Kovářová von Refugee Help CZ. Das Ministerium entgegnet, dass Interessengruppen weiterhin nicht-rechtliche Dienste anbieten können und im AMIF-Kontrollausschuss vertreten sein werden, der über die Verwendung der freiwerdenden Mittel entscheidet.
Für multinationale Arbeitgeber hat die Entscheidung zwei praktische Folgen: Erstens sollten Asylbewerber im Unternehmen keine Unterbrechung beim Zugang zu Rechtsberatung erleben, da der neue Anbieter sofort mit der Fallbearbeitung beginnt. Zweitens sollten Unternehmen, die NGOs für Flüchtlinge unterstützen, während der Übergangsphase mit Finanzierungslücken rechnen und gegebenenfalls Überbrückungshilfen oder Sachleistungen anbieten.
Die Ankündigung unterstreicht Tschechiens umfassende Bemühungen, die Migrationsverwaltung nach dem pandemiebedingten Anstieg humanitärer Zuwanderungen zu modernisieren. Gleichzeitig überprüfen Nachbarländer wie Deutschland und Österreich ihre eigenen Rechtsberatungsmodelle. Mobility-Manager sollten beobachten, wie das umgeschichtete AMIF-Budget verwendet wird: Projekte zur Verbesserung der Tschechischkenntnisse oder zur schnelleren Integration in den Arbeitsmarkt könnten die Einarbeitungskosten für ausländische Fachkräfte in den nächsten zwei Jahren deutlich senken.
Innenminister Lubomír Metnar weist Medienberichte zurück, wonach die Reform die Kosten drastisch erhöhen werde. Er betont, dass die einmalige Bezahlung vergleichbarer Leistungen über den dreijährigen Rahmenvertrag tatsächlich günstiger sei als die bisherige doppelte Finanzierung. Laut Ministeriumsangaben stellten 2025 nur 1.097 Personen einen Antrag auf internationalen Schutz, und nicht alle benötigten rechtliche Vertretung; ein einheitliches Modell sei daher „vollkommen ausreichend“. Die eingesparten Mittel sollen vom EU-Asyl-, Migrations- und Integrationsfonds (AMIF) in Integrationsprojekte wie Sprachkurse und Berufsberatung umgeschichtet werden – Bereiche, die das Ministerium als chronisch unterfinanziert bezeichnet.
NGOs befürchten, dass die Reform die Expertise der Zivilgesellschaft ausgrenzt und die ganzheitliche Unterstützung für besonders schutzbedürftige Antragsteller einschränken könnte. „Juristen sind vor Gericht stark, aber Asylverfahren erfordern oft sozialarbeiterische Nachbetreuung, die traditionelle Kanzleien nicht leisten“, erklärt Klára Kovářová von Refugee Help CZ. Das Ministerium entgegnet, dass Interessengruppen weiterhin nicht-rechtliche Dienste anbieten können und im AMIF-Kontrollausschuss vertreten sein werden, der über die Verwendung der freiwerdenden Mittel entscheidet.
Für multinationale Arbeitgeber hat die Entscheidung zwei praktische Folgen: Erstens sollten Asylbewerber im Unternehmen keine Unterbrechung beim Zugang zu Rechtsberatung erleben, da der neue Anbieter sofort mit der Fallbearbeitung beginnt. Zweitens sollten Unternehmen, die NGOs für Flüchtlinge unterstützen, während der Übergangsphase mit Finanzierungslücken rechnen und gegebenenfalls Überbrückungshilfen oder Sachleistungen anbieten.
Die Ankündigung unterstreicht Tschechiens umfassende Bemühungen, die Migrationsverwaltung nach dem pandemiebedingten Anstieg humanitärer Zuwanderungen zu modernisieren. Gleichzeitig überprüfen Nachbarländer wie Deutschland und Österreich ihre eigenen Rechtsberatungsmodelle. Mobility-Manager sollten beobachten, wie das umgeschichtete AMIF-Budget verwendet wird: Projekte zur Verbesserung der Tschechischkenntnisse oder zur schnelleren Integration in den Arbeitsmarkt könnten die Einarbeitungskosten für ausländische Fachkräfte in den nächsten zwei Jahren deutlich senken.
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