
Das Boden- und Passagierdienstpersonal am Flughafen Roland-Garros (RUN) auf der französischen Überseeinsel La Réunion wird ab dem 1. Mai streiken, nachdem die Lohnverhandlungen gescheitert sind, wie eine am 29. April von StrikeTracker und dem lokalen Medium Freedom.fr veröffentlichte Meldung berichtet. Die intergewerkschaftliche Koalition CGTR-CFDT-SAFPTR fordert Gehaltserhöhungen, eine Einmalprämie sowie überarbeitete Schichtpläne. Obwohl der Streik als „geringfügig“ eingestuft wird, betonen die Gewerkschaften, dass er unbefristet ist und zu Störungen bei der Gepäckabfertigung, dem Check-in und der Flugzeugwartung führen könnte. Die am Flughafen RUN operierenden Fluggesellschaften – darunter Air France, Air Austral und Corsair – planen, den Flugbetrieb aufrechtzuerhalten, warnen jedoch vor längeren Umsteigezeiten und möglichen Verspätungen, insbesondere am arbeitsreichen Maifeiertagswochenende. Für globale Mobilitätsprogramme ist der Streik eine wichtige Erinnerung daran, dass die französischen Überseegebiete eine zentrale Rolle in der Personalplanung spielen. La Réunion beherbergt Projekte in den Bereichen erneuerbare Energien, Agrarwirtschaft und Telekommunikation, die auf regelmäßige Verbindungen zum französischen Festland angewiesen sind. Arbeitgeber mit Mitarbeitern, die über Paris–RUN reisen, sollten Pufferzeiten in die Einsatzpläne einbauen und Reisende darauf hinweisen, wichtige Dinge im Handgepäck mitzuführen, falls das Gepäck verspätet ankommt. Sollte der Konflikt andauern, könnten Notfallmaßnahmen wie die Anmietung zusätzlicher Frachtkapazitäten für wertvolle Güter oder eine Umleitung über Mauritius (MRU) erforderlich werden. Die Verhandlungen sollen Anfang nächster Woche wieder aufgenommen werden, ein vermittelter Vergleich ist jedoch noch nicht geplant.
Quelle: StrikeTracker