
Am 3. Mai wurden Details zu einem von Spanien geleiteten gemeinsamen Aktionstag bekannt, der von Frontex unterstützt wurde und sich vom 23. bis 27. März gegen grenzüberschreitende Kriminalität in Südosteuropa richtete. EU Today berichtet, dass Beamte aus 16 EU-Mitgliedstaaten – darunter Italien – sowie Partner aus dem Westbalkan 460 Schusswaffen, 19.000 Schuss Munition, 21 kg Sprengstoff und mehr als eine Tonne Kokain beschlagnahmten. Die Operation führte zu 904 Festnahmen und 540 Einreiseverweigerungen. Italienische Guardia di Finanza-Einheiten beteiligten sich an maritimen Kontrollen im Hafen von Bari und koordinierten sich mit dem albanischen Zoll am Fährterminal Durres, wo mehrere Fahrzeuge mit versteckten Fächern entdeckt wurden. Laut Frontex war die Erkennung von versteckten Ladungen ein zentrales Schulungsthema, da sogenannte „Doppelwand“-Transporter vermehrt genutzt werden, um Waffen vom Westbalkan in EU-Kriminalitätsmärkte zu schmuggeln. Für Teams im Bereich Unternehmensmobilität zeigt der Fund, dass verstärkte Grenzkontrollen nicht nur Migration betreffen, sondern auch größere Sicherheitsbedrohungen bekämpfen, die Frachtkorridore stören können. Vorübergehende Fahrspur-Sperrungen auf der A14-Adria-Autobahn während der Aktionstage führten laut dem Logistikunternehmen Savino Del Bene zu Verzögerungen von bis zu 90 Minuten bei zeitkritischen Sendungen. Die Operation verdeutlicht die erweiterte Rolle des Frontex-Ständigen Korps, dessen Mandat nun ausdrücklich auch die Bekämpfung organisierter Kriminalität umfasst. Sicherheitsexperten für Geschäftsreisen sollten die Kommunikationskanäle von Frontex im Auge behalten, da vor der Sommersaison – einer Zeit mit traditionell erhöhten Schmuggelversuchen – weitere länderübergreifende Kontrollen erwartet werden, die kurzfristige Überprüfungen an Neben-Grenzposten auslösen könnten. Die Teilnahme Italiens signalisiert zudem Roms Engagement, seine härtere Einwanderungspolitik mit aktiver Mitwirkung an EU-Sicherheitsmissionen zu verbinden – eine Verbindung, die die Regierung als Argument für mehr Flexibilität bei Passagierabfertigungsregeln wie dem EES nutzt.
Quelle: EU Today
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