
Italien scheint Griechenland und Portugal zu folgen und das Europäische Ein- und Ausreisesystem (EES) an seinen Flughäfen nach nur drei Wochen Betrieb vorübergehend abzuschalten. Laut einem Bericht des britischen Senders LBC vom 3. Mai 2026 bereitet das italienische Innenministerium ein Dekret vor, das den Grenzbeamten erlaubt, bei Wartezeiten von über 45 Minuten bei Nicht-EU-Bürgern wieder auf die herkömmliche Passstempelung zurückzugreifen. Dieser Schritt soll eine Wiederholung der chaotischen Zustände am langen Maifeiertagswochenende verhindern, als die Warteschlangen am Flughafen Rom-Fiumicino und Mailand-Malpensa für britische, US-amerikanische und kanadische Reisende teilweise über zwei Stunden dauerten.
Das seit dem 10. April im Schengen-Raum verpflichtende EES erfasst Fingerabdrücke und Gesichtsbild aller visumfreien Besucher und berechnet automatisch den erlaubten 90-Tage-Aufenthalt innerhalb von 180 Tagen. Während Regierungen das System als Sicherheitsverbesserung sehen, kritisieren Flughäfen, dass die Hardware (vier biometrische Kioske ersetzen einen manuellen Schalter) nicht mit zusätzlichem Platz oder Personal einherging. Der italienische Flughafenbetreiber Aeroporti di Roma erklärt, dass allein am Fiumicino mindestens 60 zusätzliche E-Gates nötig wären, um die Wartezeiten in der Hochsaison unter 30 Minuten zu halten.
Geschäftsreisende sind alarmiert: Juni und Juli sind entscheidende Monate für Mailands Design- und Modeveranstaltungen sowie für die Automobilzuliefermessen in Turin und Bologna. „Wenn Führungskräfte Anschlussflüge verpassen, verzögern sich ganze Werksprüfungen“, warnt Elisa Peretti, Mobilitätsverantwortliche beim Haushaltsgerätehersteller De’Longhi. Viele italienische Großunternehmen planen daher eine zusätzliche Übernachtung vor Meetings ein oder verlegen Ankünfte auf Regionalflughäfen wie Verona und Bari, die noch weniger Drittstaatsangehörige abfertigen.
Das in Rom erwartete Dekret, das nächste Woche vom Ministerrat geprüft werden soll, würde den Passbeamten erlauben, bis zum 30. September nach eigenem Ermessen wieder manuell zu stempeln. So bleibt Zeit, weitere Kioske zu installieren und die kommende EU-App „Travel to Europe“ für die Smartphone-Vorregistrierung mit ausgewählten Airlines auf Strecken mit geringem Passagieraufkommen zu testen. Die zentrale EES-Datenbank bleibt jedoch aktiv, sodass Fluggesellschaften weiterhin Advance Passenger Information übermitteln müssen und Reisende mindestens zwei freie Seiten im Pass haben sollten.
Für globale Mobilitätsteams lautet die Botschaft daher: Planen Sie diesen Sommer längere Umsteigezeiten ein und raten Sie Mitarbeitern, alte Pässe mit früheren Schengen-Stempeln aufzubewahren – diese könnten nötig sein, um bereits verbrachte Aufenthaltszeiten nachzuweisen, falls biometrische Kioske umgangen werden.
Das seit dem 10. April im Schengen-Raum verpflichtende EES erfasst Fingerabdrücke und Gesichtsbild aller visumfreien Besucher und berechnet automatisch den erlaubten 90-Tage-Aufenthalt innerhalb von 180 Tagen. Während Regierungen das System als Sicherheitsverbesserung sehen, kritisieren Flughäfen, dass die Hardware (vier biometrische Kioske ersetzen einen manuellen Schalter) nicht mit zusätzlichem Platz oder Personal einherging. Der italienische Flughafenbetreiber Aeroporti di Roma erklärt, dass allein am Fiumicino mindestens 60 zusätzliche E-Gates nötig wären, um die Wartezeiten in der Hochsaison unter 30 Minuten zu halten.
Geschäftsreisende sind alarmiert: Juni und Juli sind entscheidende Monate für Mailands Design- und Modeveranstaltungen sowie für die Automobilzuliefermessen in Turin und Bologna. „Wenn Führungskräfte Anschlussflüge verpassen, verzögern sich ganze Werksprüfungen“, warnt Elisa Peretti, Mobilitätsverantwortliche beim Haushaltsgerätehersteller De’Longhi. Viele italienische Großunternehmen planen daher eine zusätzliche Übernachtung vor Meetings ein oder verlegen Ankünfte auf Regionalflughäfen wie Verona und Bari, die noch weniger Drittstaatsangehörige abfertigen.
Das in Rom erwartete Dekret, das nächste Woche vom Ministerrat geprüft werden soll, würde den Passbeamten erlauben, bis zum 30. September nach eigenem Ermessen wieder manuell zu stempeln. So bleibt Zeit, weitere Kioske zu installieren und die kommende EU-App „Travel to Europe“ für die Smartphone-Vorregistrierung mit ausgewählten Airlines auf Strecken mit geringem Passagieraufkommen zu testen. Die zentrale EES-Datenbank bleibt jedoch aktiv, sodass Fluggesellschaften weiterhin Advance Passenger Information übermitteln müssen und Reisende mindestens zwei freie Seiten im Pass haben sollten.
Für globale Mobilitätsteams lautet die Botschaft daher: Planen Sie diesen Sommer längere Umsteigezeiten ein und raten Sie Mitarbeitern, alte Pässe mit früheren Schengen-Stempeln aufzubewahren – diese könnten nötig sein, um bereits verbrachte Aufenthaltszeiten nachzuweisen, falls biometrische Kioske umgangen werden.
Quelle: LBC
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