
In New York City kam es am Samstagabend zu Spannungen, als Beamte der Einwanderungs- und Zollbehörde (ICE) den 25-jährigen nigerianischen Staatsbürger Chidozie Okeke vor dem Wyckoff Heights Medical Center festnahmen. Laut ICE war Okeke, der 2023 mit einem Besuchervisum in die USA eingereist war, über die erlaubte Aufenthaltsdauer hinaus geblieben und hatte zuvor wegen Körperverletzung und Drogenbesitzes eine Festnahme. Während die Beamten ihn zu einer medizinischen Untersuchung begleiteten, verbreitete sich die Nachricht der Festnahme in den sozialen Medien und zog Dutzende von Demonstranten an, die argumentierten, dass die Aktion gegen die Regeln der Sanctuary City New York verstoße. Online veröffentlichte Videos zeigen, wie Demonstranten ICE-Fahrzeuge umzingeln und „Keine Polizei, kein ICE“ skandieren, während Beamte in taktischer Ausrüstung eine Sicherheitsabsperrung bildeten. Die NYPD berichtete, dass Protestierende mehrere Regierungsfahrzeuge beschädigten und zwei Bundesbeamte verletzten. Insgesamt wurden neun Personen wegen Widerstands gegen die Festnahme und Sachbeschädigung festgenommen. Stadträtin Sandy Nurse verurteilte die Zusammenarbeit der NYPD mit ICE und forderte eine Untersuchung, ob lokale Beamte gegen die städtische Richtlinie zur Nicht-Zusammenarbeit bei Festnahmen verstoßen haben. Geschäftsreisende weisen darauf hin, dass hochkarätige ICE-Einsätze in großen Städten Nebenrisiken wie Straßensperrungen, Pendlerverzögerungen und verstärkte Ausweiskontrollen an nahegelegenen Verkehrsknotenpunkten mit sich bringen können. Unternehmen, die in den kommenden Wochen Mitarbeiter durch New York schicken, sollten mehr Zeit für den Transport einplanen und ausländische Mitarbeiter daran erinnern, einen Nachweis über ihren legalen Status mitzuführen. Rechtsexperten sehen in dem Vorfall neuen Zündstoff für laufende Gerichtsverfahren gegen die erweiterten Durchsetzungsanweisungen der Trump-Administration, darunter Klagen gegen ICE-Festhalteanordnungen und den Einsatz lokaler Ressourcen bei bundesstaatlichen Einwanderungsfestnahmen.
Quelle: CBS New York