
Bei den Gesprächen auf Außenministerebene am 5. Mai in Astana haben Österreich und Kasachstan eine Reihe von Mobilitätsmaßnahmen vereinbart, die den bilateralen Handel und Investitionen fördern sollen. Im Mittelpunkt steht eine gegenseitige Visa-Erleichterungsvereinbarung, die Inhabern diplomatischer Pässe die Kurzzeitvisapflicht erspart und eine Schnellspur für Geschäftsreisende einrichtet. Parallel dazu wird Wien 25 hochmoderne Passlesegeräte an den Flughafen Astana spenden, damit kasachische Grenzbeamte österreichische und andere EU-Passagiere schneller abfertigen und in das EU-Einreise-/Ausreisesystem integrieren können.
Diese Initiative erfolgt vor dem Hintergrund, dass österreichische Hersteller verstärkt nach kritischen Mineralien im Osten suchen und Kasachstan europäisches Kapital für seine Logistikprojekte entlang des sogenannten Mittleren Korridors anwirbt. Durch die Vereinfachung der Einreisebestimmungen und die Modernisierung der Grenzinfrastruktur hoffen beide Seiten, den jährlichen bilateralen Handel über die aktuelle Marke von einer Milliarde Euro zu heben.
Österreichische Schwerindustrieunternehmen wie Andritz und voestalpine, die bereits regionale Vertriebsbüros in Almaty unterhalten, dürften zu den ersten Profiteuren zählen, da ihre Technikteams künftig schneller für Montage- und Wartungsaufträge einreisen können. Für Mobilitätsmanager bedeutet die Vereinbarung kürzere Vorlaufzeiten: Während österreichische Entsandte bisher oft bis zu zehn Arbeitstage auf ein kasachisches Geschäftsvisum mit einmaliger Einreise warten mussten, kann künftig eine Mehrfacheinreisegenehmigung innerhalb von drei Tagen ausgestellt werden. Inhaber diplomatischer Pässe reisen visafrei bis zu 90 Tage pro Halbjahr.
Unternehmen sollten ihre globalen Mobilitätsrichtlinien an die vereinfachten Dokumentationsanforderungen anpassen und die neue E-Gate-Funktionalität am Flughafen Astana berücksichtigen, die voraussichtlich noch vor Ende Juni in Betrieb genommen wird. Strategisch unterstreicht die Partnerschaft Österreichs Unterstützung für die EU-Initiative Global Gateway, die die Anbindung Zentralasiens als Alternative zu russischen Transitwegen priorisiert. Experten betonen, dass Österreich durch die Bereitstellung von Technologie statt direkter Hilfen seine Sicherheitsbranche ins Rampenlicht rückt und zugleich geopolitische Ziele verfolgt, die Lieferketten von sanktionierten Regionen zu diversifizieren.
Reisende sollten beachten, dass Touristenvisa für Inhaber regulärer Pässe vorerst unverändert bleiben und biometrische Daten an sekundären kasachischen Flughäfen weiterhin manuell erfasst werden können. Dennoch ist die Kernbotschaft eindeutig: Die Reise zwischen Österreich und Kasachstan ist für Regierungs- und Unternehmensvertreter deutlich einfacher geworden.
Diese Initiative erfolgt vor dem Hintergrund, dass österreichische Hersteller verstärkt nach kritischen Mineralien im Osten suchen und Kasachstan europäisches Kapital für seine Logistikprojekte entlang des sogenannten Mittleren Korridors anwirbt. Durch die Vereinfachung der Einreisebestimmungen und die Modernisierung der Grenzinfrastruktur hoffen beide Seiten, den jährlichen bilateralen Handel über die aktuelle Marke von einer Milliarde Euro zu heben.
Österreichische Schwerindustrieunternehmen wie Andritz und voestalpine, die bereits regionale Vertriebsbüros in Almaty unterhalten, dürften zu den ersten Profiteuren zählen, da ihre Technikteams künftig schneller für Montage- und Wartungsaufträge einreisen können. Für Mobilitätsmanager bedeutet die Vereinbarung kürzere Vorlaufzeiten: Während österreichische Entsandte bisher oft bis zu zehn Arbeitstage auf ein kasachisches Geschäftsvisum mit einmaliger Einreise warten mussten, kann künftig eine Mehrfacheinreisegenehmigung innerhalb von drei Tagen ausgestellt werden. Inhaber diplomatischer Pässe reisen visafrei bis zu 90 Tage pro Halbjahr.
Unternehmen sollten ihre globalen Mobilitätsrichtlinien an die vereinfachten Dokumentationsanforderungen anpassen und die neue E-Gate-Funktionalität am Flughafen Astana berücksichtigen, die voraussichtlich noch vor Ende Juni in Betrieb genommen wird. Strategisch unterstreicht die Partnerschaft Österreichs Unterstützung für die EU-Initiative Global Gateway, die die Anbindung Zentralasiens als Alternative zu russischen Transitwegen priorisiert. Experten betonen, dass Österreich durch die Bereitstellung von Technologie statt direkter Hilfen seine Sicherheitsbranche ins Rampenlicht rückt und zugleich geopolitische Ziele verfolgt, die Lieferketten von sanktionierten Regionen zu diversifizieren.
Reisende sollten beachten, dass Touristenvisa für Inhaber regulärer Pässe vorerst unverändert bleiben und biometrische Daten an sekundären kasachischen Flughäfen weiterhin manuell erfasst werden können. Dennoch ist die Kernbotschaft eindeutig: Die Reise zwischen Österreich und Kasachstan ist für Regierungs- und Unternehmensvertreter deutlich einfacher geworden.
Quelle: The Astana Times
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