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Finnischer Zoll setzt 102 Beamte an der russischen Grenze wegen verlängerter Grenzschließung in Kurzarbeit

Mai 6, 2026
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Finnischer Zoll setzt 102 Beamte an der russischen Grenze wegen verlängerter Grenzschließung in Kurzarbeit
Der finnische Zoll (Tulli) gab am 5. Mai bekannt, dass ab Juni 102 Beamte, die an der südöstlichen Landgrenze zu Russland stationiert sind, auf unbestimmte Zeit in unbezahlten Urlaub geschickt werden. Diese Entscheidung folgt auf die Abschlussphase der Änderungsberatungen, die nach der Schließung aller östlichen Grenzübergänge im November letzten Jahres aufgrund organisierter irregulärer Migration eingeleitet wurden. Von den Freistellungen ausgenommen ist Vaalimaa – der einzige Grenzposten, der noch begrenzten diplomatischen und Frachtverkehr abwickelt – jedoch betreffen sie die stark frequentierten Grenzstellen Nuijamaa und Imatra, die früher täglich Tausende Pendler abfertigten. Für multinationale Unternehmen bestätigt die Ankündigung, dass der 1.340 Kilometer lange finnisch-russische Landkorridor den gesamten Sommer über faktisch geschlossen bleibt. Forstwirtschaftliche Unternehmen, die bisher auf grenzüberschreitende Spezialisten angewiesen waren, sehen sich nun mit höheren Unterkunftskosten in Finnland konfrontiert, während Logistikfirmen ihre Fracht über die Ostseehäfen oder Schweden umleiten müssen. Die Freistellungen verdeutlichen zudem ein Risiko im Talentmanagement: Die Zollbeamten an der Ostgrenze verfügen über spezielle Sprach- und Kontrollkenntnisse, die bei anhaltender Schließung verloren gehen könnten. Das Finanzministerium hat angedeutet, EU-Mittel aus dem Border Management Instrument für die Umschulung der Mitarbeiter im Bereich Flughafenfrachtkontrollen beantragen zu wollen, einen Zeitplan gibt es jedoch noch nicht. Mobilitätsmanager sollten Entsandte und Lkw-Fahrer darauf hinweisen, dass derzeit nur humanitäre oder diplomatische Reisen in Vaalimaa abgewickelt werden und elektronische ATA-Carnets 48 Stunden im Voraus eingereicht werden müssen. Inhaber von langfristigen Mehrfacheinreisevisa für Russland müssen bis auf Weiteres mit längeren Umwegen über Lettland oder Estland rechnen.
Quelle: Yle

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