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Finnische Streitkräfte erklären, warum das Abfangen von fehlgeleiteten Drohnen nur als „letztes Mittel“ gilt

Mai 5, 2026
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Finnische Streitkräfte erklären, warum das Abfangen von fehlgeleiteten Drohnen nur als „letztes Mittel“ gilt
In einem ungewöhnlich ausführlichen Briefing am Montag teilten die Finnischen Verteidigungskräfte (FDF) Yle mit, dass Piloten bewusst darauf verzichteten, zwei Drohnen, die am 3. Mai nahe Virolahti gesichtet wurden, abzuschießen. Die Drohnen flogen parallel zur Grenze, und ein Abschuss hätte Trümmerteile auf russischem Gebiet verstreuen können. „Im Frieden greifen wir nicht direkt an der Grenze ein“, erklärte ein Sprecher der FDF. Stattdessen bat das Militär die Verkehrs- und Kommunikationsbehörde, eine sofortige Flugverbotszone über dem östlichen Finnischen Meerbusen zu verhängen, um den Kampfflugzeugen einen größeren Sicherheitsabstand zu ermöglichen, falls die Drohnen ins Landesinnere abgedreht wären. Die vorübergehende Beschränkung, die die Zufahrtswege zu den wichtigen Häfen Kotka und Hamina abdeckt, bleibt bis zur forensischen Auswertung der Radaraufzeichnungen in Kraft. Diese Klarstellung reagiert auf Kritik lokaler Politiker, die fragten, warum die Eindringlinge ungehindert wieder abziehen konnten. Verteidiger weisen darauf hin, dass nach den Haager Konventionen und dem finnischen Territorialüberwachungsgesetz tödliche Gewalt nur zulässig ist, wenn eine Gefahr für Leben oder kritische Infrastruktur besteht. Die Drohnen – von denen angenommen wird, dass sie Teil des ukrainischen Langstreckenangriffs gegen Russland sind – stellten während ihres kurzen Eindringens kein solches Risiko dar. Für Fluggesellschaften unterstreicht der Vorfall die zunehmende Komplexität des Luftraums über dem Baltikum. Finnair hat bereits mehrere Abendflüge nach Kopenhagen und Brüssel umgeleitet, um militärische Gefahrengebiete zu meiden, was die Flugzeit um sechs bis neun Minuten verlängert und kleinere Anpassungen bei der Besatzungsplanung erfordert. Charterflieger, die Öl- und Gastechniker nach Kotka bringen, warnen, dass künftige Sperrungen zu Umleitungen nach Helsinki und teuren Bodentransfers führen könnten. Risikoberater empfehlen Unternehmen, ihre Flugverfolgungswarnungen zu überprüfen und sicherzustellen, dass Reiseversicherungen Drohnenvorfälle als berechtigten „Luftraumschließungs“-Fall abdecken. Mit NATO-Luftverteidigungsübungen, die für Ende Mai geplant sind, sind weitere kurzfristige Einschränkungen wahrscheinlich.
Quelle: Yle

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