
Reisepläne für die FIFA-Weltmeisterschaft 2026 in den USA – sowie für die Commonwealth Games in Glasgow – stehen vor neuer Unsicherheit, nachdem die Gewerkschaft Unite am 6. Mai 2026 Streikabstimmungen für fast 900 Beschäftigte an den Flughäfen Aberdeen, Edinburgh und Glasgow eröffnet hat. Die Abstimmungen enden am 21. und 28. Mai, was mögliche Streiks während der Hochsaison im Juli und August zur Folge haben könnte. Zu den Abstimmenden gehören Sicherheitspersonal von ICTS, „Botschafter“ des Flughafens Edinburgh sowie Bodenabfertigungsteams von Menzies Aviation. Unite kritisiert, dass jeder Arbeitgeber „hochprofitabel“ sei, aber Löhne unterhalb der Inflationsrate anbiete. Sollte die Mehrheit für Streik stimmen, könnten die Arbeitsniederlegungen genau dann beginnen, wenn tausende Charterflüge zur WM-Gruppenphase von Schottland nach Dallas und Miami starten. Experten für Geschäftsreisen weisen darauf hin, dass Schottlands drei Hauptflughäfen dank der Expansion skandinavischer und US-amerikanischer Airlines einen wachsenden Anteil an britischen Langstreckenverbindungen abwickeln. Geschäftsreisende sollten daher mit Umleitungen über Manchester oder Heathrow rechnen oder Übernachtungen einplanen, falls sich die Sicherheitskontrollen verlängern. Personalabteilungen, die Mitarbeiter für Nordsee-Energieprojekte entsenden oder zurückholen, sollten Notfallunterkünfte bereithalten und zeitkritische Visatermine überprüfen. Die Verhandlungen laufen noch, doch zeigen jüngste Streitigkeiten in der britischen Luftfahrt, dass Gespräche oft bis zur letzten Minute dauern. Unternehmen mit wichtigen Reisen im Juli sollten die Unite-Updates genau verfolgen und flexible oder doppelt geschützte Tickets in Erwägung ziehen, die kurzfristige Flughafenwechsel ermöglichen. Aus Compliance-Sicht ist zu beachten, dass das britische Electronic Travel Authorisation (ETA)-System für viele WM-Fans, die über London reisen, bereits verpflichtend sein wird. Zusätzliche Streiks könnten die neuen Grenzkontrollen weiter erschweren und sowohl mobile Mitarbeiter als auch VIP-Reisende vor größere Herausforderungen stellen.
Quelle: LBC
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