
Neue Daten, die am 6. Mai vom Migrationsobservatorium der Bundesuniversität Minas Gerais veröffentlicht wurden, zeigen, dass Brasilien mittlerweile mehr als zwei Millionen Migranten und Flüchtlinge beherbergt – eine fast zehnfache Steigerung seit 2010. Die Studie basiert auf Daten des Justiz- und Sozialministeriums, Arbeitsmarktstatistiken sowie Grenzübertrittsdaten, die über das landesweite SISFronto-System erfasst werden.
Laut der Untersuchung haben rund 415.000 ausländische Staatsangehörige formelle Arbeitsverträge, was 1,1 % der brasilianischen Erwerbsbevölkerung entspricht. Die größten Gruppen unter den Arbeitsmigranten stellen Haitianer (22 %), Venezolaner (18 %) und Bolivianer (9 %) dar. Gleichzeitig verzeichnen Experten einen starken Anstieg qualifizierter Fachkräfte aus Argentinien, Kolumbien und den USA, die vor allem in IT- und erneuerbaren Energieprojekten beschäftigt werden.
Zwischen 2010 und 2025 wuchs die Zahl der Arbeitsmigranten im Durchschnitt jährlich um 22,6 %, was sowohl auf humanitäre Zuwanderung als auch auf Unternehmensrekrutierungen im Rahmen der zunehmend flexiblen Aufenthaltserlaubnisse Brasiliens zurückzuführen ist. Der Bericht lobt das Migrationsgesetz von 2017 für die Vereinfachung der Regularisierung, weist jedoch auf Engpässe bei den staatlichen Arbeitsämtern und verlängerte Wartezeiten hin – aktuell durchschnittlich 130 Tage – bis zur Ausstellung der Carteira de Trabalho für ausländische Bewohner. Für Unternehmen bedeuten diese Verzögerungen Risiken bei der Personalaufnahme und mögliche Strafen wegen illegaler Beschäftigung.
Das Observatorium fordert daher das Arbeitsministerium auf, das digitale Terminvergabesystem auszubauen und die Fernvalidierung von Dokumenten für Inhaber der neuen biometrischen nationalen Identitätskarte (CIN) zu ermöglichen. Multinationale Unternehmen sollten zudem den Gesetzentwurf 321/2025 im Senat im Auge behalten, der anerkannten Flüchtlingen nach 12 Monaten Beitragszahlung automatisch Zugang zu Sozialversicherungsleistungen gewähren würde und ihre Rechte denen von Daueraufenthaltsberechtigten angleicht. Sollte das Gesetz verabschiedet werden, müssen Personalabteilungen ihre Kostenkalkulationen für Mitarbeitende, die von temporären humanitären Visa in den Flüchtlingsstatus wechseln, neu bewerten.
Insgesamt bestätigen die Zahlen Brasiliens Rolle als wichtigen Zielort in der Mobilitätslandschaft Südamerikas. Das Land bietet vergleichsweise unkomplizierte Aufenthaltsmöglichkeiten und einen großen Konsumgütermarkt, steht jedoch weiterhin vor Integrationsherausforderungen wie Sprachförderung und Anerkennung von Qualifikationen.
Laut der Untersuchung haben rund 415.000 ausländische Staatsangehörige formelle Arbeitsverträge, was 1,1 % der brasilianischen Erwerbsbevölkerung entspricht. Die größten Gruppen unter den Arbeitsmigranten stellen Haitianer (22 %), Venezolaner (18 %) und Bolivianer (9 %) dar. Gleichzeitig verzeichnen Experten einen starken Anstieg qualifizierter Fachkräfte aus Argentinien, Kolumbien und den USA, die vor allem in IT- und erneuerbaren Energieprojekten beschäftigt werden.
Zwischen 2010 und 2025 wuchs die Zahl der Arbeitsmigranten im Durchschnitt jährlich um 22,6 %, was sowohl auf humanitäre Zuwanderung als auch auf Unternehmensrekrutierungen im Rahmen der zunehmend flexiblen Aufenthaltserlaubnisse Brasiliens zurückzuführen ist. Der Bericht lobt das Migrationsgesetz von 2017 für die Vereinfachung der Regularisierung, weist jedoch auf Engpässe bei den staatlichen Arbeitsämtern und verlängerte Wartezeiten hin – aktuell durchschnittlich 130 Tage – bis zur Ausstellung der Carteira de Trabalho für ausländische Bewohner. Für Unternehmen bedeuten diese Verzögerungen Risiken bei der Personalaufnahme und mögliche Strafen wegen illegaler Beschäftigung.
Das Observatorium fordert daher das Arbeitsministerium auf, das digitale Terminvergabesystem auszubauen und die Fernvalidierung von Dokumenten für Inhaber der neuen biometrischen nationalen Identitätskarte (CIN) zu ermöglichen. Multinationale Unternehmen sollten zudem den Gesetzentwurf 321/2025 im Senat im Auge behalten, der anerkannten Flüchtlingen nach 12 Monaten Beitragszahlung automatisch Zugang zu Sozialversicherungsleistungen gewähren würde und ihre Rechte denen von Daueraufenthaltsberechtigten angleicht. Sollte das Gesetz verabschiedet werden, müssen Personalabteilungen ihre Kostenkalkulationen für Mitarbeitende, die von temporären humanitären Visa in den Flüchtlingsstatus wechseln, neu bewerten.
Insgesamt bestätigen die Zahlen Brasiliens Rolle als wichtigen Zielort in der Mobilitätslandschaft Südamerikas. Das Land bietet vergleichsweise unkomplizierte Aufenthaltsmöglichkeiten und einen großen Konsumgütermarkt, steht jedoch weiterhin vor Integrationsherausforderungen wie Sprachförderung und Anerkennung von Qualifikationen.
Quelle: O Tempo
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