
Ein neuer Jahresbericht des staatlich unterstützten Observatoriums für internationale Migration (OBMigra) zeigt, dass Brasilien Anfang 2026 erstmals mehr als zwei Millionen im Ausland geborene Einwohner hatte – ein symbolischer Meilenstein. Diese Zahl entspricht knapp 1 % der Gesamtbevölkerung und umfasst alle Personen mit gültiger Aufenthaltserlaubnis, Flüchtlingsvisum oder anhängigem Asylantrag. Obwohl Venezolaner weiterhin die größte Migrantengruppe stellen, verzeichnet OBMigra seit 2024 einen starken Anstieg kubanischer Zuwanderer, wobei die Asylanträge von Kubanern im vergangenen Jahr erstmals die der Venezolaner überstiegen haben. Die Studie dokumentiert zudem eine zunehmende Feminisierung der Migration sowie einen wachsenden Anteil von Kindern unter 14 Jahren – Entwicklungen, die laut den Autoren verstärkte kinderfreundliche und geschlechtersensible öffentliche Maßnahmen erfordern.
Im Kapitel zum Arbeitsmarkt zeigt sich, dass 2025 rund 415.000 Migranten über formelle Arbeitsverträge verfügten – ein Anstieg von knapp 50.000 im Jahr 2010, was einem durchschnittlichen jährlichen Wachstum von 22,6 % entspricht. Gleichzeitig sind die mittleren Monatseinkommen der Migranten von 15.500 R$ im Jahr 2010 auf 4.500 R$ im Jahr 2024 gesunken, was auf eine Konzentration in niedrig qualifizierten Berufen und Fälle hochqualifizierter Neuankömmlinge in schlecht bezahlten Jobs zurückzuführen ist. OBMigra warnt, dass diese Fehlanpassung Talente verschwendet, und fordert eine schnellere Anerkennung von Qualifikationen.
Geografisch breitet sich die venezolanische Präsenz weit über den nördlichen Grenzstaat Roraima hinaus in den Amazonas und die südlichen Industriezentren Brasiliens aus. Der Bericht appelliert an Brasília, Integrationsprogramme auch außerhalb der traditionellen Einwanderungsregionen zu fördern und Angebote für Portugiesischkurse, Wohnraumhilfe und migrantisches Unternehmertum auszubauen.
Für Unternehmen mit globalen Mobilitätsteams sind die Daten zweischneidig: Ein größerer Talentpool kann Fachkräftelücken schließen, doch sinkende Löhne und Hürden bei der Anerkennung von Qualifikationen erfordern Investitionen in Einarbeitung, Weiterbildung und Compliance. Die Zahlen untermauern zudem Brasiliens Argument für den Erhalt flexibler humanitärer Visakanäle, da ein plötzlicher Stopp dieser Wege wichtige Branchen, die bereits auf ausländische Arbeitskräfte angewiesen sind, stark beeinträchtigen könnte.
Im Kapitel zum Arbeitsmarkt zeigt sich, dass 2025 rund 415.000 Migranten über formelle Arbeitsverträge verfügten – ein Anstieg von knapp 50.000 im Jahr 2010, was einem durchschnittlichen jährlichen Wachstum von 22,6 % entspricht. Gleichzeitig sind die mittleren Monatseinkommen der Migranten von 15.500 R$ im Jahr 2010 auf 4.500 R$ im Jahr 2024 gesunken, was auf eine Konzentration in niedrig qualifizierten Berufen und Fälle hochqualifizierter Neuankömmlinge in schlecht bezahlten Jobs zurückzuführen ist. OBMigra warnt, dass diese Fehlanpassung Talente verschwendet, und fordert eine schnellere Anerkennung von Qualifikationen.
Geografisch breitet sich die venezolanische Präsenz weit über den nördlichen Grenzstaat Roraima hinaus in den Amazonas und die südlichen Industriezentren Brasiliens aus. Der Bericht appelliert an Brasília, Integrationsprogramme auch außerhalb der traditionellen Einwanderungsregionen zu fördern und Angebote für Portugiesischkurse, Wohnraumhilfe und migrantisches Unternehmertum auszubauen.
Für Unternehmen mit globalen Mobilitätsteams sind die Daten zweischneidig: Ein größerer Talentpool kann Fachkräftelücken schließen, doch sinkende Löhne und Hürden bei der Anerkennung von Qualifikationen erfordern Investitionen in Einarbeitung, Weiterbildung und Compliance. Die Zahlen untermauern zudem Brasiliens Argument für den Erhalt flexibler humanitärer Visakanäle, da ein plötzlicher Stopp dieser Wege wichtige Branchen, die bereits auf ausländische Arbeitskräfte angewiesen sind, stark beeinträchtigen könnte.
Quelle: O Tempo
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