
Global Affairs Canada und die Public Health Agency of Canada (PHAC) organisierten einen Nachtflug, der am frühen Sonntagmorgen in Quebec landete und vier Kanadier an Bord hatte, die auf der MV Hondius – einem Expeditionskreuzfahrtschiff, das mit einem tödlichen Ausbruch des Andes-Hantavirus in Verbindung steht – festsaßen. Nach einer medizinischen Untersuchung bei der Ankunft wurden die Reisenden unter Begleitung in eine gesicherte Quarantäneeinrichtung der Bundesregierung in British Columbia gebracht, wo sie mindestens 14 Tage in Isolation verbringen werden. Die MV Hondius befand sich auf einer Antarktis-Umpositionierungsreise, als mehrere Passagiere grippeähnliche Symptome entwickelten, die später positiv auf das Andes-Hantavirus getestet wurden – ein seltener Virusstamm, der unter bestimmten Umständen von Mensch zu Mensch übertragen werden kann. Die spanischen Behörden ließen das Schiff vor Teneriffa ankern, während mehr als 130 asymptomatische Passagiere – darunter die kanadische Gruppe – überwacht wurden. Seit Ausbruch des Virus wurden drei Todesfälle und fünf bestätigte Infektionen gemeldet. Kanadische Behörden berichten, dass die Evakuierten an Bord und während des Rückführungsflugs symptomfrei blieben. Ein PHAC-Quarantänebeauftragter begleitet die Gruppe und sorgt für das Tragen von Masken, Einhaltung von Abständen sowie zweimal tägliche Gesundheitskontrollen. Die Gesundheitsbehörden der Provinz British Columbia übernehmen die Betreuung nach Ankunft, und die Isolationszeit kann auf bis zu 42 Tage verlängert werden, falls Krankheitssymptome auftreten. Kreuzfahrtveranstalter und Reiseversicherer beobachten den Fall genau, da dies die erste groß angelegte Anwendung des kanadischen Rückführungsprotokolls nach COVID-19 ist, das die Kosten für Charterflüge der Bundesregierung überträgt, wenn die Reederei mit den Gesundheitsbehörden kooperiert. Mobilitätsfachleute, die Gruppenreisen auf dem Seeweg organisieren, sollten die neuen PHAC-Richtlinien zu übertragbaren Krankheiten bei Reisen mit kanadischen Häfen prüfen. Experten für öffentliche Gesundheit betonen, dass das Andes-Hantavirus in alltäglichen Situationen nicht leicht übertragbar ist. Dennoch unterstreicht der Vorfall die anhaltende Notwendigkeit robuster Notfall-Evakuierungsklauseln in Firmenreise-Richtlinien – insbesondere bei Reisen in abgelegene Regionen oder auf Expeditionsschiffen.
Quelle: CityNews / The Canadian Press
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