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NGO-Koalition „Regularización Ya“ prangert Desinformationskampagnen zum Start der Amnestie-Anträge an

Mai 12, 2026
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NGO-Koalition „Regularización Ya“ prangert Desinformationskampagnen zum Start der Amnestie-Anträge an
Die Basisplattform „Regularización Ya“ und mehr als 200 Migrantenrechtsorganisationen hielten am Montag in Madrid und Barcelona gleichzeitig Pressekonferenzen ab und warnten davor, dass „Fake News“ und bürokratische Engpässe die neue außergewöhnliche Regularisierung in Spanien gefährden. Seit Inkrafttreten des Dekrets am 22. April kursieren in den sozialen Medien Gerüchte, das Verfahren sei bereits ausgesetzt, was einige berechtigte Migranten dazu veranlasst, ihre Anträge aufzuschieben. Die Koalition betonte, dass das Antragsportal weiterhin aktiv ist und unterstützende Organisationen „rund um die Uhr“ daran arbeiten, den Antragstellern bei der Beschaffung von polizeilichen Führungszeugnissen, Krankenversicherungsnachweisen und Wohnsitzbestätigungen – allesamt Pflichtdokumente – zu helfen. Freiwillige berichteten von Wartezeiten von bis zu sechs Stunden für Termine bei der Ausländerbehörde in Madrid und forderten das Ministerium für Inklusion und Migration auf, zusätzliches Personal einzusetzen. Mobilitätsteams in Unternehmen sollten beachten, dass das Dekret es ermöglicht, die neue 12-monatige humanitäre Aufenthaltserlaubnis nach sechs Monaten formeller Beschäftigung in eine reguläre Arbeitserlaubnis umzuwandeln. Dies schafft einen legalen Talentpool, auf den Arbeitgeber insbesondere in Branchen mit Fachkräftemangel wie Altenpflege, Bauwesen und Essenslieferung zurückgreifen können. Die NGOs riefen Unternehmen dazu auf, berechtigten Arbeitnehmern bezahlte Freistellung zur Fertigstellung der Formalitäten zu gewähren und darauf zu verzichten, vor Ausstellung der neuen Aufenthaltstitel – voraussichtlich Ende Juli – einen Nachweis der Arbeitserlaubnis zu verlangen. Andernfalls könnten Firmen Diskriminierungsklagen nach dem spanischen Gleichstellungsgesetz ausgesetzt sein. Angesichts der bevorstehenden Verhandlung vor dem Obersten Gerichtshof kündigte „Regularización Ya“ Informationskampagnen in 15 Städten an, um Desinformation entgegenzuwirken. Beobachter vergleichen die Mobilisierung mit der italienischen Sanatoria von 2020, bei der der Druck der Zivilgesellschaft entscheidend war, um die Antragsbearbeitung vor Ablauf der Fristen sicherzustellen.
Quelle: Europa Press

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