
Die Tourismusagentur Turespaña startete am 11. Mai in Montreal den ersten Workshop „Spain Travel Market North America 2026“ und brachte dabei 60 spanische Anbieter mit 78 US-amerikanischen und kanadischen Reiseveranstaltern zusammen, die sich auf gehobene Reisen spezialisiert haben. Diese Initiative erfolgt zu einem Zeitpunkt, an dem Spanien eine beispiellose transatlantische Anbindung genießt: Im Sommer werden 44 Nonstop-Strecken angeboten, davon allein 17 mit Kanada. Das Ministerium für Industrie und Tourismus will Spaniens Positionierung vom Massentourismus mit Sonne und Strand hin zu einem Premium-Erlebnis-Tourismus verändern, der sich auf Gastronomie, Wein, Golf und den Jakobsweg konzentriert. US-Besucher geben bereits jetzt mehr aus als andere Segmente – im ersten Quartal 2026 waren es 1,7 Milliarden Euro, ein Plus von 14 % im Jahresvergleich, mit einem Tagesdurchschnitt von 300 Euro. Für Geschäftsreisemanager bedeutet die erhöhte Flugkapazität mehr verfügbare Sitzplätze auf wichtigen Strecken (z. B. New York–Madrid, Toronto–Barcelona) und potenziell günstigere Business-Class-Tarife außerhalb der Spitzenzeiten. Reiseziele wie Mallorca, San Sebastián und Jerez rüsten mit neuen Fünf-Sterne-Hotels und Tagungsstätten auf und erweitern so die Möglichkeiten für Incentive-Reisen und Führungskräfte-Retreats. Die spanischen Regionen hoffen, dass diese Entwicklung die Nachfrage saisonal und geografisch diversifiziert und die ganzjährige Beschäftigung stärkt. Berater warnen jedoch, dass die Infrastruktur an kleineren Flughäfen und die Ausbildung von Fachkräften im Luxussegment schnell ausgebaut werden müssen, da sonst Wahrnehmungslücken das Segment schwächen könnten. Turespaña wird die Roadshow später in dieser Woche in New York und Los Angeles fortsetzen und plant gemeinsame Marketingkampagnen mit Delta, Iberia und Air Canada, die sich an wohlhabende Millennials und Remote-Arbeiter mit „Workation“-Paketen richten.
Quelle: Europa Press
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