
Das Chaos um Termine in den französischen Visazentren in Tunesien hat sich so zugespitzt, dass ein florierender Schwarzmarkt für einfache Online-Buchungen entstanden ist. Am 30. Mai 2026 traf sich der französische Generalkonsul in Tunis, Dominique Mas, mit der Verbraucherrechts-NGO OTIC, um eine sogenannte „diplomatische Mobilisierung“ gegen die „Mafia der Termine“ zu starten. Laut OTIC nutzen organisierte Mittelsmänner Bots und Insidernetzwerke, um Termine, die vom externen Dienstleister TLScontact freigegeben werden, zu horten und dann – teilweise für mehrere hundert Euro – an Studenten, Touristen und Geschäftsreisende weiterzuverkaufen, die dringend nach Frankreich wollen.
Der gemeinsame Aktionsplan umfasst: 1) eine Prüfung der Buchungsplattform von TLScontact, 2) einen engeren Echtzeit-Datenaustausch zwischen französischem Konsulatspersonal und tunesischen Cyberkriminalitätseinheiten sowie 3) mögliche Strafverfahren gegen Vermittler, die gegen Datenschutz- oder Wettbewerbsregeln verstoßen. Französische Behörden prüfen zudem die Einführung eines dynamischen „Smart Queuing“-Systems, das die Vergabe der Termine zufällig gestaltet und die Anzahl der Buchungen pro IP-Adresse innerhalb von 24 Stunden begrenzt.
Für Unternehmen, die Mitarbeiter zwischen Tunesien und Frankreich entsenden, sind die Folgen gravierend. Tunesische Tech-Firmen im „Startup-Act“-Programm berichten, dass Projektstarts in Paris sich verzögern, weil Ingenieure keine legitimen Termine rechtzeitig bekommen, um Kundentermine einzuhalten. Auch französische Luft- und Raumfahrtzulieferer in Tunis zahlen Berichten zufolge überhöhte „Vermittlungsgebühren“, nur um Führungskräfte zu jährlichen Meetings in Toulouse zu bringen.
Die Verschärfung der Kontrollen erfolgt, während Frankreich sich auf die Hauptreisezeit im Sommer unter dem neuen EU-Einreise-/Ausreisesystem (EES) vorbereitet, wenn die Kapazitäten zur Visabearbeitung voraussichtlich noch knapper werden. Die Behörden hoffen, dass die Eindämmung des spekulativen Terminhandels die Warteschlangen verkürzt, Ausfälle reduziert und das Vertrauen in den Mobilitätskorridor zwischen Frankreich und Tunesien wiederherstellt.
Praktisch sollten Arbeitgeber ihren Entsandten raten: (a) ausschließlich das offizielle Portal France-Visas zu nutzen, (b) jeden Schritt der Buchung per Screenshot zu dokumentieren, um Unregelmäßigkeiten nachweisen zu können, und (c) die neue Hotline des Konsulats zu informieren, falls zusätzliche Zahlungen für einen Termin verlangt werden.
Sollte die Anti-Betrugs-Kampagne erfolgreich sein, rechnen Experten damit, dass die Terminverfügbarkeit bis Ende Juni wieder normalisiert ist – rechtzeitig zum vollen Konferenzkalender in Frankreich.
Der gemeinsame Aktionsplan umfasst: 1) eine Prüfung der Buchungsplattform von TLScontact, 2) einen engeren Echtzeit-Datenaustausch zwischen französischem Konsulatspersonal und tunesischen Cyberkriminalitätseinheiten sowie 3) mögliche Strafverfahren gegen Vermittler, die gegen Datenschutz- oder Wettbewerbsregeln verstoßen. Französische Behörden prüfen zudem die Einführung eines dynamischen „Smart Queuing“-Systems, das die Vergabe der Termine zufällig gestaltet und die Anzahl der Buchungen pro IP-Adresse innerhalb von 24 Stunden begrenzt.
Für Unternehmen, die Mitarbeiter zwischen Tunesien und Frankreich entsenden, sind die Folgen gravierend. Tunesische Tech-Firmen im „Startup-Act“-Programm berichten, dass Projektstarts in Paris sich verzögern, weil Ingenieure keine legitimen Termine rechtzeitig bekommen, um Kundentermine einzuhalten. Auch französische Luft- und Raumfahrtzulieferer in Tunis zahlen Berichten zufolge überhöhte „Vermittlungsgebühren“, nur um Führungskräfte zu jährlichen Meetings in Toulouse zu bringen.
Die Verschärfung der Kontrollen erfolgt, während Frankreich sich auf die Hauptreisezeit im Sommer unter dem neuen EU-Einreise-/Ausreisesystem (EES) vorbereitet, wenn die Kapazitäten zur Visabearbeitung voraussichtlich noch knapper werden. Die Behörden hoffen, dass die Eindämmung des spekulativen Terminhandels die Warteschlangen verkürzt, Ausfälle reduziert und das Vertrauen in den Mobilitätskorridor zwischen Frankreich und Tunesien wiederherstellt.
Praktisch sollten Arbeitgeber ihren Entsandten raten: (a) ausschließlich das offizielle Portal France-Visas zu nutzen, (b) jeden Schritt der Buchung per Screenshot zu dokumentieren, um Unregelmäßigkeiten nachweisen zu können, und (c) die neue Hotline des Konsulats zu informieren, falls zusätzliche Zahlungen für einen Termin verlangt werden.
Sollte die Anti-Betrugs-Kampagne erfolgreich sein, rechnen Experten damit, dass die Terminverfügbarkeit bis Ende Juni wieder normalisiert ist – rechtzeitig zum vollen Konferenzkalender in Frankreich.
Quelle: La Presse de Tunisie