
Geschäfts- und Freizeitreisende in Frankreich sahen sich am Sonntag, den 31. Mai 2026, mit einer neuen wetterbedingten Herausforderung konfrontiert. Nach einer frühen Hitzewelle, die in Teilen des Landes Temperaturen über 35 °C brachte, richtete Météo-France den Fokus von extremer Hitze auf heftige Gewitter. Für 36 Départements im Osten – von den Ardennen bis nach Korsika – wurde zwischen Mittag und 22:00 Uhr eine gelbe Warnung („Achtung“) ausgegeben. Die Warnung betrifft wichtige Verkehrsachsen wie die A6/A7 „Autoroute du Soleil“, die Hochgeschwindigkeitsstrecke Paris–Lyon sowie mehrere Regionalflughäfen. Die Zivilluftfahrtbehörde (DGAC) hat die Fluggesellschaften an den Flughäfen Lyon-Saint-Exupéry, Straßburg, Montpellier und Bastia aufgefordert, Umleitungspläne zu aktivieren und Passagiere zu bitten, bei Anschlussverbindungen mehr Zeitpuffer einzuplanen. Die SNCF Voyageurs hat auf mehreren TGV- und Intercités-Strecken Geschwindigkeitsbeschränkungen erlassen und vor möglichen Kettenreaktionen bei Verspätungen gewarnt, während der Autobahnbetreiber APRR Abschleppwagen-Konvois für den Fall von Aquaplaning-Unfällen bereitgestellt hat. Mobilitätsmanager in Unternehmen werden dazu angehalten, kritische Mitarbeiterwege für den restlichen Tag zu planen und späte Abfahrten zu vermeiden, die durch Blitz-bedingte Bodenstopps oder lokale Überschwemmungen beeinträchtigt werden könnten. Reisende, die sich bereits in Frankreich aufhalten, sollten sich für Push-Benachrichtigungen von Météo-France und das SMS-System FR-Alert des Innenministeriums anmelden; wer noch unterwegs ist, wird gebeten, Bordkarten und Hotelgutscheine griffbereit zu halten, falls eine Übernachtung notwendig wird. Obwohl die Meteorologen erwarten, dass die Gewitterzone über Nacht abzieht, warnen sie vor einzelnen Zellen mit Hagelkörnern bis zu 3 cm und Böen von über 90 km/h. Die Kriseneinheit des Verkehrsministeriums wird die Lage um 20:00 Uhr neu bewerten, mit dem Ziel, alle Warnungen vor dem Berufsverkehr am Montagmorgen aufzuheben. Sollten sich die Bedingungen wie prognostiziert bessern, könnte der Juni erstmals seit zwei Wochen landesweit mit einer „grünen“ Wetterkarte starten, was den normalen Betrieb für Fluggesellschaften, Bahnunternehmen und Straßentransporteure wiederherstellt.
Quelle: Centre Presse Aveyron